29. September 2012 Moki Dugway hinauf und Muley Point

Der Abschnitt auf Teer ist kurz, wir erreichen schon bald wieder die ungeteerten Moki Dugways.Dieses Mal fahren wir sie von unten nach oben, auch dies ist spektakulär! Hier der Blick hinunter in die Ebene. Oben auf dem Plateau angekommen biegen wir ab Richtung Muley Point über eine sehr gut ausgebaute Sandpiste. Vom Aussichtspunkt aus sieht man sehr weit, sogar die Felsen vom Monument Valley sind in der Ferne zu erkennen. Leider haben wir momentan Gegenlicht und Dunst in der Ferne, also muss halt mal wieder die Fotografin als Fotosujet einspringen😉…Auf dem Weg zurück zum Natural Bridges National Monument, kann Michael gerade noch knapp einem Squirrel, welcher vor uns über die Strasse rennt, ausweichen. Uff…

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29. September 2012 Valley of the Gods

Schliesslich fahren wir zurück bis zur Abzweigung links auf die Valley of the Gods-Road (ist gut angeschrieben). Diese Back Road ist in ihrer ganzen Länge ungeteert. Genau sowas liebt Michael😀…Gleich zu Beginn gilt es einen kleinen Creek zu durchqueren, der momentan aber kaum Wasser führt und ohne Probleme zu meistern ist. Die Strasse führt wunderschön um Felsen herum.Sie ist in einem recht guten Zustand. Es folgen noch ein paar weitere (meist trockene) Creeks, wo High Clearance von Vorteil ist, sowie ein paar Steigungen und enge Kehren. Im Grossen und Ganzen aber harmlos.Wunderschön!Die Auswahl der Fotos fällt wieder mal schwer, darum hier noch ein paar ohne Worte.

Viel zu schnell ist die Strecke zu Ende und wir sind wieder auf Teer. Wer nicht wie wir am Campen ist, findet hier, sehr schön gelegen, das Valley of the Gods B&B. Eine Back Road vom Feinsten die mit der Strasse durchs Monument Valley mithalten kann, nicht verpassen!

29. September 2012 Moki Dugway hinunter und Goosenecks SP

Die Nacht war ziemlich kalt und wir zögern das Aufstehen etwas hinaus bis die Sonne hervorkommt.Ein sehr schöner Platz und mit der Sonne wird es schlagartig wärmer. Wir machen ein ausgiebiges warmes Frühstück mit Speck und Eiern. Erst um 9 Uhr fahren wir dann los. Erste Mission des Tages: Campsite auf dem begehrten Natural Bridges NM Campground sichern! Kurz nach 10 Uhr sind wir da. Es ist ein „First come, first serve“-Platz mit Selfregistration. So fahren wir den Loop ab und schnappen uns den zweitletzten Platz Nr 8. Glück gehabt, eine halbe Stunde später ist auch der letzte Platz weg! Es ist aber auch wirklich ein wunderschöner Ort inmitten eines Kiefernwäldchens für nur 10$ (Bilder dazu gibt es später). Nachdem wir das Zelt aufgestellt haben, verlassen wir den Park vorerst wieder und nehmen die 261 südwärts. Wir sind auf dieser Strecke fast alleine unterwegs. Nach 3/4 h wird die Strasse ungeteert und der Moki Dugway schlängelt sich in engen Switchbacks von der Cedar Mesa runter in die Ebene. Die Strasse ist einem guten Zustand, aber Vorsicht ist trotzdem angebracht, geht es doch abwechselnd links und rechts steil runter! Das Ganze scheint aber sogar mit Motorrädern machbar zu sein…😎Kurz danach folgt rechts die Abzweigung zum Goosenecks Statepark. Hier ist die Strasse durchgängig geteert. An diesem Aussichtspunkt schlängelt sich der San Juan River in vielen Kehren um steile Felswände. Ich kriege sie auch mit dem Weitwinkel nie und nimmer alle auf ein Foto. Der Statepark ist zwar kostenlos (Update 2017: Mittlerweile wird eine kleine Gebühr erhoben), hat aber ausser einem Plumpsklo auch nichts zu bieten. Den Horseshoe Bend fanden wir definitiv spektakulärer. Dann fahren wir zurück und weiter stetig hinab bis ins Kaff Mexican Hat. Hier wird vollgetankt und im unscheinbaren Hat Rock Cafe essen wir auf der Terrasse ziemlich leckere Quesadillas.

28. September 2012 Mesa Verde NP – Spruce Tree House

Es hat Hunger gegeben, so fahren wir zur Picnic Area des Parks und essen unsere Sandwiches. Danach begeben wir uns zum Museum, wo ein kurzer Weg runter zum frei zugänglichen Spruce Tree House führt. Die Lage dieses Cliff Dwellings ist nicht sonderlich spektakulär, eher etwas versteckt in einem Creek gelegen und da es so einfach zu erreichen ist, hat es natürlich sehr viele Leute. Aber es ist auch sehr gut erhalten. Etwas grösser als Balcony House mit sehr vielen Räumen und Fenstern zum Erkunden.Die Kivas sind noch oben geschlossen und man kann durch ein enges Loch in die dunkle Grube hinuntersteigen, was wir natürlich ausprobieren.Ganz schön dunkel hier unten!😟 In einem der Kivas scheint jedoch ein Squirrel zu hausen, es verschwindet husch, husch im Loch…😊. Auch diese Besichtigung ist absolut sehenswert und sehr spannend.Wer auch Zuhause gerne alte Ruinen und Burgen erkundet und dabei den Gedanken daran, wie das Leben wohl damals gewesen sein muss, freien Lauf lässt, wird auch hier begeistert sein! Nach dem Besuch des Museumsfahren wir danach die ganze Bergstrecke wieder zurück zum Eingang des Parks. Michael braucht ein kurzes Powernap auf einem Parking. Eine Stunde später erreichen wir wieder Cortez. Angesicht der Fahrstrecken sollte man für den Besuch des Nationalparks ab Cortez mindestens einen vollen Tag einberechnen, eine geführte Tour ist absolut empfehlenswert. In Cortez ist ein Grosseinkauf noch nötig, denn grössere Ortschaften folgen nun so bald nicht mehr. Erst nach 15 Uhr starten wir unsere Rückfahrt nach Bluff.Es folgt die gleiche langweilige Fahrt wie gestern und kurz nach 17 Uhr (Ortszeit, 1h Zeitverschiebung), erreichen wir Bluff, wo wir uns gegen den privaten Platz im Ort entscheiden und weiter zur Sand Island Recreation Area runter zum Fluss fahren. Der Sektor A ist fast voll, aber auch der Sektor B ist sehr schön, wenn auch weiter vom Fluss weg und näher an der Strasse.Wir wählen den Platz Nummer 12, der schön malerisch vor den Felsen und voll in der Sonne liegt. Nebenan lässt sich eine Gruppe Frauen nieder, welche eben vom Riverraften zurückkommen. Der Camping ist sehr einfach, nur mit sauberem Plumbsklo und Wasser muss man selber mitbringen. Nach dem Zeltaufstellen entfachen wir ein Feuerchen und es wird grilliert.Nach diesem ereignisreichen Tag sind wir ganz schön müde und weil mich die vielen Mücken wiedermal fast auffressen, verziehen wir uns trotz toller Abendstimmung früh in die Heia. Die Riverrafting-Ladys nebenan kichern noch ganz schön lange, was mich aber nicht weiter stört. Das schaurige Heulen von Kojoten mitten in der Nacht ist dann schon etwas Anderes…😰

28. September 2012 Mesa Verde Nationalpark – Balcony House Tour

Wir haben den Wecker auf 6 Uhr gestellt, aber mit der Zeitverschiebung fühlt es sich wie 5 Uhr an, gähn…😴. Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir um 7.45 Uhr zum Subway um uns mit Sandwiches einzudecken. Brrr, ist das frisch heute Morgen! Campen wäre wohl diese Nacht eine wenig erholsame Sache gewesen. Dann fahren wir hinauf in den Mesa Verde Nationalpark. Gleich am Eingang zahlen wir 10$ pro Auto Eintritt. Von da aus geht es mindestens noch eine halbe Stunde kurvig bergauf, bis man beim Far View Visitor Center ist.Auf der Höhe des Morefield CG sehen wir eine Herde Deers grasen am Wegesrand.Beim Far View Visitor Center kaufen wir uns für je 3$ ein Ticket für die geführte „Balcony House Tour“ um 10 Uhr. Die Tickets sind gerne mal früh ausgebucht, darum zeitig da sein. Wir haben nun aber genügend Zeit und können in aller Ruhe die nochmals ca. dreiviertel Stunde Fahrt bis zu den Cliff Dwellings unter die Räder nehmen.Beim „Cliff Palace“ halten wir natürlich und bewundern das grösste Cliff Dwelling hier von oben. Im Moment liegt es leider im Schatten. Schliesslich erreichen wir den Trailhead des „Balcony House“.Das Cliff Dwelling, welches wir nun besuchen werden, sieht man nicht von oben, aber die Aussicht ist schonmal fantastisch. Wir ziehen die Wanderschuhe an und packen zu Trinken ein, grösseres Gepäck lässt man besser zurück. Denn die Balcony Tour führt über hohe Leitern…und durch einen engen niedrigen Tunnel, durch den man gebückt gehen muss. Der Ranger erzählt uns spannende Details über dieses Cliff Dwelling. Sie sind im 13. Jahrhundert von dem Volk der Anasazi erbaut und von diesen aber bereits rund hundert Jahre später aus unbekannten Gründen wieder verlassen worden.Vorher lebte das Volk auf dem Plateau und baute Mais und Bohnen an, welches hier wegen dem damaligen Klima hervorragend gedieh. Im Cliff Dwelling hat es einige versteckte astronomische Besonderheiten: So sieht man aus dem einen Fenster die Mondwende und in der Länge eines Holzbalkens (dem man keinen anderen Zweck zuordnen konnte) die Sonnwende. Der eine rechteckige Platz weist an der Decke keine Feuerstellen-Spuren auf, man rätselt ob dieser für rituelle Tänze genutzt wurde. Wow, so viele Fragen auf die man wohl nie eine definitive Antwort bekommen wird…Man nimmt an, dass die Anasazi aus Verteidigungsgründen diese schwer zugänglichen Cliff Dwellings in die Felshöhlen bauten (nicht nur wegen der schönen Aussicht😉…). In dieser „balkonartigen“ Felshöhle (darum Balcony House“) gibt es neben mehrgeschossigen Wohnhäusern auch zwei offene Kivas zu unseren Füssen.Diese im Boden eingelassenen Rundbauten mit Lüftungsschächten und Feuerstelle, dienten wichtigen Ritualen und fehlen in keinem Cliff Dwelling. Hier lebten wohl etwa 30-40 Personen in zwei Clans (wegen den 2 Kivas). Was das wohl für ein Leben hier war? Auf jeden Fall musste man schwindelfrei sein. Nachdem wir durch den engen Durchgang gekrochen sind (er ist nicht lang und wird in der Mitte höher), folgt nochmals eine steile Leiter bis man wieder oben ist.Die Anasazi jedoch hatten keine Leitern, sondern nur Kerben in den Felsen… Respekt! Die Tour dauerte etwas mehr als eine Stunde, war super spannend, viel zu schnell vorbei und bot durch die Kletterei noch ein bisschen Nervenkitzel. Eine absolute Empfehlung!

27. Sept. 2012 Monument Valley

Nach dem Frühstück, Abwasch und Auto umpacken decken wir uns in Page mit Ice und Subway Sandwiches für später ein. Wir bewundern nochmals den Glen Canyon Staudamm

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und machen uns dann auf den Weg Richtung Monument Valley. Auch ich will unseren Automaten mal fahren. So easy!😊 Und Michael hat die optimale Zwischenverpflegung gefunden.😆

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Auch die Anfahrt von Süden her ist beeindruckend. Wir zahlen die 5$ pro Person Eintritt für den Tribal Park und besuchen zuerst die Lobby des neuen Hotels „The View“ mit angrenzendem Gift Shop.

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Der berühmte Ausblick auf das Monument Valley vom Hotel aus. Hach, wie schön!

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2007 hatten wir eine geführte Rundtour mitgemacht, heute möchten wir den Selbstfahrer-Rundkurs fahren. Die Dirt Road ist gerade am Anfang in ziemlich schlechtem Zustand (ist wohl Absicht, damit sich mehr Leute für die geführte Tour entscheiden😆), danach wird sie besser, wenn auch oft recht sandig.

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Wir sind froh um unseren Jeep, haben aber auch einige normale PKWs auf der Strecke gesehen. Wir erkennen Gegenden wieder aus unserem Besuch von 2007 z.B. den Totem Pole rechts im unteren Bild, auf dessen auffallend geraden Fläche  Ray Charles einen Werbeclip gedreht haben soll.

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Als Selbstfahrer erfährt man die Gegend viel unmittelbarer als auf einer Tour, wenn einem auch manch spezielle Stätte auf dem Selbstfahrer-Kurs verwehrt bleibt. Und Michael liiiebt solche Offroad-Strecken😀…

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Hier wurden ja unzählige Western gedreht. Da ist mein Cowboy-Hut sicher passend…😆😀.

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Man kann auch jederzeit anhalten und etwas rumlaufen (offizielle Wanderwege gibt es nicht), eine Rast machen und die Wildwest-Kulisse à la Winnetou geniessen…

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Der Rundkurs ist jede Minute wert und wir haben gemütlich ca. 2 Stunden dafür gebraucht.

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Um 13 Uhr fahren wir dann weiter Richtung Mesa Verde. Bis Bluff, wo wir tanken, ist es noch spannend,

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dann wird die Strecke so richtig langweilig. Oft sieht man Förderpumpen, was dort wohl abgebaut wird? Kurz vor Cortez sehen wir dann den markanten Shiprock-Felsen. Wir biegen aber vorher links ab nach Cortez und erreichen kurz vor 17.30 Uhr das schöne Holiday Inn Express. Wir kriegen für relativ teure 149$ ein Zimmer mit Frühstück inklusive.

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Das Zimmer riecht etwas komisch, aber wir sind sowieso nicht lange im Zimmer. Die Lobby ist schön gestaltet.

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Und es hat eine schöne Terrasse mit Blick auf die Mountains.

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Nach ausgiebigem Duschen gehen wir in die gegenüberliegende Sportsbar „Koko’s“ essen. Neben Live-Football-Spiel im Fernseher und netter Unterhaltung mit zwei Briten erhält Michael hier seinen bis heute „Zitat: Besten Burger ever“,  einen Anasazi-Burger😀😀😀! Nach einem Drink plumpsen wir dann erst um 22 Uhr (für uns im Urlaub ziemlich spät😆) ins Bett. Morgen werden wir mehr über diese mysteriösen Anasazi erfahren. Es geht in den Mesa Verde NP!

26. Sept. 2012 Horseshoe Bend und Baden am Antelope Point

Es ist kurz vor Mittag, also ideal für den Horseshoe Bend. Ca. 20 Min. Fahrt sind es vom Antelope Canyon bis hierher. Wir packen genug zu Trinken ein und setzen den Hut auf und dann geht’s los. Der Weg zum Bend, den man erst von einer Anhöhe oberhalb des Parking richtig sieht, ist zwar kurz aber absolut schattenlos. Es gibt auch ein paar Spinner die Joggen diese Strecke bei dieser Hitze🙄… Das kann nicht gesund sein… Das Ausmass der Schlucht erkennt man wirklich erst, wenn man ganz vorne am Abgrund steht!

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Im Bild sieht man verschwindend klein ein Boot im Fluss. Dieser bildet hier ein tiefes Hufeisen um einen Felsen, darum der Name „Horseshoe Bend“. Vorne ist nichts abgesperrt, es geht direkt hinunter in die Tiefe!

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Der grüne Fluss ist sehr fotogen. Möchte man jedoch den ganzen Bogen auf dem Foto haben, ist ein Weitwinkelobjektiv unumgänglich. Wir schleichen uns vorsichtig nach vorne um über den Rand zu schielen. Huch, da muss man schwindelfrei sein!

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Von links kommt schon wieder der Schattenwurf, also ist der Mittag wirklich die ideale Zeit für Fotos. Zurück (nun leicht bergauf) beim Parking schlüpfen wir aus unseren Wanderschuhen und gönnen uns einen Burger in Page. Heute finden wir es zu heiss um noch mehr zu Wandern und wollen Baden gehen. Es gibt verschiedene Badestellen und wir wollen mal die beim Antelope Point testen. Wir fahren beim Antelope Canyon einfach die Strasse weiter (unsere Eintrittsgebühr von gestern zählt auch hier) und nach etwas Rumfragen im Antelope Point Welcome Center finden wir die Schotterstrasse, an dessen Ende wir das Auto abstellen können.

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Wir laufen hinunter zu einem kleinen Sandstrand am Ufer des Lake Powell. Ausser dass ab und zu Boote und Jet Skis vom nahen Hafen vorbeirauschen ist es ruhig und friedlich.

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Die meiste Zeit haben wir den schönen winzigen Sandstrand für uns. Wir baden im 20° C warmen Wasser und mein Schatz macht ein ausgiebiges Nickerchen. Es ist sehr entspannend und erfrischend, die farbigen Felsen eine schöne Kulisse.
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Schliesslich brechen wir dann langsam auf. Eigentlich stand ja noch ein Besuch bei den Toadstool Hoodos zur Debatte, aber es ist bereits 16 Uhr und am Himmel zeigen sich Gewitterwolken. Wir entscheiden uns für einen gemütlichen Abend auf dem Campingplatz. Ich schreibe Reisebericht bis die Hand schmerzt und Michael geht Wäsche waschen.

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Das Wetter scheint zu halten. Die Felsen über dem Lake Powell werden hübsch von der Abendsonne erleuchtet.

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Da wir nichts mehr zum Grillieren haben, machen wir uns dann im Dunkeln nochmals nach Page auf und holen uns im „Pizza Hut“ Pizza und Honey BBQ Wings to go. Zurück beim Campground geniessen wir diese dann bei Mondschein und klarem Sternenhimmel auf unserem privaten Bänkli auf der Campsite.