4.11.2014 Whale Watching in Plettenberg Bay

Wir haben Frühstück auf 8 Uhr bestellt. Leider ist es immer noch sehr bedeckt und wir frühstücken drinnen. Wir können unsere Wäsche zum Waschen geben, aber da es hier keinen Trockner gibt, kann man uns nicht garantieren, dass die Wäsche bis am Abend trocken ist. Bis jetzt haben wir noch kein Telefon gekriegt, darum dürfen wir annehmen, dass die gestern gebuchte Whale Watching Tour um 9.30 Uhr wie geplant stattfindet. Die Wellen sind aufgrund der stürmischen Nacht zwar hoch, aber das Meer nicht unruhig.

Wir ziehen uns warm und möglichst wasserdicht an und fahren an die Central Beach zur Office von „Ocean Blue Adventure“. Leider müssen wir auf eine Reisegruppe warten und kriegen so gleich schonmal ziemliche Verspätung. Dann werden uns die Lifejackets übergezogen und nach einer ganz kurzen Begrüssung gehts im Gänsemarsch runter zum Hafen. Im Boot setzen wir uns ganz vorne hin, nun ja, dies war nicht eben die beste Wahl: Nirgends sonst auf dem Boot spürt man die Schläge so heftig und nass wird man auch am meisten… Für die ersten Meter müssen wir die Kameras in weissen Lucken neben den Sitzen verstauen und dann gehts Vollgas raus aufs Meer. Die Teenies neben uns kreischen bei jeder höheren Wellen, als würden sie gleich sterben…😆Dabei wird es erst so richtig ruppig, als wir die Bucht verlassen und aufs offene Meer treffen. Rechterhand sehen wir Robberg Island verschwinden. Ab und zu sieht man eine Flosse oder den Kopf eines Seehundes auftauchen. Dann wird gestoppt und uns erklärt, dass wir nun nach Walen Ausschau halten. Kaum wird einer gesichtet, wird auf ihn zugerast. Wir sind innerhalb von 10 Minuten bereits total nass. Fotos zu machen kann ich leider vergessen, zu unberechenbar sind die Wasserschwälle, die wir abbekommen. Ganz kurz sehe ich etwas von einem Wal, dann wird schon wieder abgedreht und so geht es uns dann noch zwei weitere Male. Die Firma muss sich streng an die vorgegebenen Abstände halten, was ich ja auch richtig finde. Einmal sehen wir trotzdem relativ nahe die Rücken einer Walkuh und deren Kalb. Aber alles geht mir viel zu schnell und hektisch. Dann heisst es zuerst, man wolle uns jetzt noch ein gutes Sighting bieten, daraus wird natürlich nichts, wir sind ja auch in der freien Natur. Nach ziemlich ziellosem Umherfahren folgt dann auch schon rasch die Aufforderung sich hinzusetzen und in einem Affentempo rasen wir zurück, ohne das versucht wird uns nochmal eine Sichtung zu ermöglichen. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Kurz vor der Küste folgt dann die Aufforderung sich gut festzuhalten und wir rasen mit dem Boot direkt auf den Strand. So hatten die Teenies wenigstens nochmals einen Grund zum Kreischen😆… Insgesamt also eine ganz erlebnisreiche Fahrt: Mindestens 2 Personen haben sich übergeben und ich weiss jetzt zumindest dass ich den stabilen Magen eines alten Seebären habe, und auch Michael hat sich ganz gut gehalten, aber unter Whale Watching verstehe ich etwas Anderes. Es war ein Gehetze (wahrscheinlich bedingt durch die Verspätung der Reisegruppe zu Beginn), alles wirkte unkoordiniert und gestresst. Gekostet hat der kurze Spass (wir hatten ja zünftig Verspätung) 1400 Rand für 2 Personen. Nass und durchgefroren wie wir sind, fahren wir erstmal zurück zur Unterkunft, machen Tee, wechseln die Kleidung und überlegen, was wir bei diesem nassen Wetter heute Nachmittag noch unternehmen könnten. Es ist etwas für Katzen-Liebhaber, soviel sei verraten😊.

Advertisements

3.11.2014 Auf nach Plettenberg Bay

Leider ist für die nächsten Tage kein besseres Wetter gemeldet, also versuchen wir für die nächsten zwei Tage ein Schlechtwetterprogramm zusammenzustellen. Wir bleiben auch noch etwas liegen und gehen erst um 9 Uhr frühstücken. Für 800 Rand ist die Unterkunft kein Highlight, aber absolut in Ordnung.

Dann geht unsere Reise weiter Richtung Plettenberg Bay. Um Knysa tut dann das Wetter tatsächlich etwas auf. Das Navi lotst uns zuverlässig durch die Quartiere zu unserer Unterkunft „Dolphins Playground„, welche oberhalb der Robberg Beach liegt. Wir sind zu früh da, aber zwei Angestellte lassen uns rein. Das Zimmer ist sauber und nicht speziell, aber wenn man aus dem Zimmer tritt, ist man direkt auf einer grossen Terrasse mit tollem Blick auf die Strände von Plettenberg Bay.

Inklusive Hollywood-Schaukel😊…

Da das Wetter nun doch besser ist als erwartet, wollen wir doch nochmals einen Versuch unternehmen und eine Whalewatching Tour buchen. Aber leider ist für heute alles ausgebucht, so buchen wir halt für morgen. Somit steht nun eben Strand und Surfen auf dem Programm. Dann erscheint auch noch die Besitzerin Pam und begrüsst uns freundlich. Wir kriegen eine Karte der Umgebung und viele Tipps auch für Surfshops mit auf den Weg. Dann beginnt die Odyssee: An den Stränden hat es weder Surfer noch offene Surfshops zum Surfbretter mieten. Und so vergeuden wir das schöne Wetter indem wir von einem zum anderen Strand fahren,

bis wir schlussendlich an der Main Street doch noch einen Shop finden, wo Michael ein Brett mieten kann. Unsere Stimmung ist mittlerweile um den Gefrierpunkt, vor allem als es am Lookout Beach auch keine anderen Surfer hat. Wir haben nämlich die Vereinbarung, dass Michael aus Sicherheitsgründen in unbekannte Gewässer niemals alleine paddelt und das wird jetzt doch wieder heftigst diskutiert. Nun ja, auch wir schnautzen uns auf Reisen halt mal an… Unsere letzte Chance ist jetzt die Robberg Beach und siehe da… zumindest ein anderer Surfer ist draussen. Also ab in die Wellen!

Konnte ich zuerst noch kurz im Bikini am Strand liegen, zieht das Wetter auch schon wieder zu und Jacke und lange Hosen sind angesagt. Vom Frieren habe ich nämlich momentan echt genug!😐 Als dann auch Michael genug von Wind und Wellen hat, fahren wir zurück zur Unterkunft. Kaum sind wir da, fängt es an zu regnen. Es zieht ein richtiges Gewitter auf! Die Besitzerin Pam sagt, Gewitter seien hier äusserst selten. Wir sehen sogar Blitze im Meer einschlagen (und sehen ein paar Surfer draussen, die sind wohl lebensmüde!!!😫). Wir beschliessen unsere Pizzaresten von gestern zu vertilgen und da für heute Abend ein Stromausfall angekündigt ist, essen wir bereits vor 18 Uhr. Pam ist so nett und leiht uns Teller und Besteck und wärmt uns die Pizzen in ihrer Mikrowelle. Im Wohnzimmer des Guesthouses ist es etwas wärmer als im Zimmer und so beobachten wir von hier aus den heftigen Sturm bis wir uns dann früh, nach einer heissen Dusche, unter die Lacken verkriechen. Der Strom ist dann übrigens doch nicht ausgefallen…😆

2.11.2014 Victoria Bay und Wilderness

An der Küste ist das Wetter leider wieder sehr schlecht. Es regnet und die Sicht ist teilweise gleich null. So fahren wir anstatt die 102 halt die schnellere N2. Die Fahrt ist sowieso recht kurz heute, in einer knappen Stunde erreichen wir Wilderness. Unsere Unterkunft, das Inn2Wilderness, liegt etwas zurückversetzt in der zweiten Reihe, nicht direkt am Meer. Nachdem wir vom Besitzer Fred erst wegen unserem Pickup für Einheimische gehalten werden😆, ist die Begrüssung sehr freundlich. Wir plaudern zuerst bei Kaffee und Tee etwas, dann beziehen wir das Zimmer.

Es ist einfach, aber sauber und recht geräumig. Von der Terrasse aus könnte man bei besserem Wetter sogar etwas Meer sehen. Wenn das Wetter für Sightseeing schon nicht mitspielt, will Michael wenigstens die Zeit zum Surfen nutzen und wir fahren zur 15 Autominuten entfernten Victoria Bay. Dies ist eine kleine, von Felsen umgebene, Bucht. Heute ist Sonntag und es hat viele Einheimische hier, welche Picknicks veranstalten, aber nur wenige Surfer. Die Bedingungen sind leider auch wirklich nicht gut.

Trotzdem leiht sich Michael in einem Backpacker direkt am Strand für 100 Rand ein uraltes Surfbrett aus und stürzt sich in die crazy Wellen. Mir ist nicht so wohl dabei. Kaum ist er draussen habe ich eine seltsame Begegnung. Eine Frau, ungefähr in meinem Alter, setzt sich zu mir und beginnt mich auszufragen. Zuerst bin ich etwas misstrauisch. Dann fragt sie mich, ob sie für mich beten darf und ob sie für etwas Spezielles beten soll. Ich bin etwas perplex, sage dann aber, dass sie für die Sicherheit meines Partners da draussen in den Wellen beten darf, wenn sie möchte, was sie dann auch tut. Ein spezielles Erlebnis! Auf jeden Fall beschliesst mein Liebster bereits nach einer halben Stunde erschöpft nicht mehr gegen die starke Strömung anzukämpfen und es gut sein zu lassen. Auch ich bin froh, denn trotz Jacke bin ich bereits wieder durchgefroren. Leider war das kleine Cafe mit tollem Blick auf die Bucht wegen Insolvenz geschlossen. Auf der Rückfahrt zum B&B lassen wir sogar die Heizung im Auto laufen und danach wird warm geduscht und Tee getrunken. Um ca. 18 Uhr zeigt sich tatsächlich noch kurz die Sonne und wir nutzen die Gunst der Stunde um den Zugang zum Meer zu suchen. Ein paar 100 Meter die Strasse hinunter, dann durchs Gebüsch (wortwörtlich gemeint) und schon ist man oberhalb eines menschenleeren Strandes.

Das Licht ist einen Moment lang sehr schön, aber wir beschliessen nicht bis an den Strand runter zu rutschen, damit wir noch im Hellen wieder zurück sind. Wir haben auf 19 Uhr einen Tisch im Restaurant „Pomodoro“ im Zentrum von Wilderness reserviert. Das Essen ist reichlich und die Pizzen o.k., den Rest lassen wir uns für morgen einpacken. Dankbar nutzen wir auch diese Nacht die vorhandenen Heizdecken, denn es bleibt klamm und kühl.

2.11.2014 Elephant Feeding Botlierskop Game Reserve

Um 12 Uhr werden wir abgeholt. Auf geht’s hungrige Elefanten füttern😀! Man kann (natürlich unter Aufsicht) ganz schön nahe an die Tiere ran.

Und dann werden die zwei Männchen von uns mit Rüebli und Äpfeln gefüttert.

Wenn man fertig ist, muss man ihnen den leeren Kübel zeigen. Der jüngere, kleinere Elefant ist darüber aber so erbost, dass er danach mit dem Rüssel kräftig eines an den Kübel haut…😆

Für 140 Rand ein kurzes (ca. halbstündiges) aber tolles Erlebnis, bei dem man auch noch ein paar interessante Fakten über diese beeindruckenden Tiere mitnimmt. Dabei haben wir auch die Gelegenheit das Elefanten-Baby nochmals etwas zu beobachten.

Einfach unglaublich süss der Kleine!

Wir hätten ihm noch ewig zugucken können, aber wir müssen heute noch nach Wilderness weiterfahren.

2.11.2014 Morning Game Drive Botlierskop Game Reserve

Am Abend vorher hatten wir gemeldet, dass wir nur geweckt werden wollen, wenn es nicht regnet. Um 5.25 Uhr geht dann tatsächlich der Wecker. Etwas gequält schälen wir uns aus den warmen Lacken, hoffentlich lohnt es sich. Zumindest geht es Rücken und Bauch etwas besser und wegen der Kälte ziehen wir uns zusätzlich Thermounterwäsche an. Das Wetter ist immer noch trüb, aber Regnen tut es tatsächlich nicht. Bevor es los geht können wir an der Bar O-Saft und Muffins fassen. Als Erstes fahren wir heute zum Löwengehege. Unser Guide ist ein Namensvetter des Löwen, er heisst nämlich auch Chris.😆 Schon imposant dieser Kerl!

Wir fahren weiter und sehen so in etwa das Gleiche wie gestern, auch das Wetter ist leider nicht sonderlich besser. Das kleine Rhino zu beobachten begeistert mich jedoch immer wieder.

Und den Kaffee-Stop machen wir heute wunderschön direkt bei den Giraffen. Nun ist auch das Giraffenbaby da und es ist gar nicht scheu. Als wir aus dem Wagen steigen, kommt es sogar neugierig näher!

Die Giraffenmama bleibt aber ständig in seiner Nähe. Auch Bontebock-Antilopen galoppieren in der Nähe vorbei. Toll! Mittlerweile setzt uns die Kälte grausam zu, aber der Abstecher zu den Elefanten muss noch sein.

Auch hier stiehlt natürlich der Baby-Elefant allen anderen die Show😀. Wie er sich im Gestrüpp verfängt und unbeholfen versucht sich wieder zu befreien…😊Einfach göttlich zum Zuschauen!

Nach dem Morning Drive gibt es nun Frühstück. Es gibt eine grosse Auswahl an Säften, Früchten, Käse etc. Und man kann sich frisch Eierspeisen mit Beilagen zubereiten lassen. Sehr lecker! Nun sind wir auch wieder aufgewärmt. Endlich wird auch das Wetter etwas freundlicher. Gleich neben dem Holzsteg runter zum Parking entdecken wir noch eine kleine Schildkröte, die ebenfalls gerade frühstückt.

Nun müssen wir uns leider bereits wieder ans Packen und Auschecken machen. Alles inklusive (auch alle Aktivitäten und Getränke) hat uns dieser Aufenthalt hier etwas über 5000 Rand gekostet. Dies war jedoch ein Last Minute Special, welches sie mir auf meine Rückfrage hin preislich nochmals angepasst hatten. In Anbetracht meiner Rückenbeschwerden gestern hatten wir für je 250 Rand noch eine Massage dazugebucht. Wir werden um 11 Uhr abgeholt und die Rückenmassage war wirklich sehr relaxt und empfehlenswert! Danach sind wir bereit für unser letztes Highlight hier: Das Elephant Feeding!

1.11.2014 Game Drive im Botlierskop Game Reserve

Mit dem offenen Jeep fahren wir zuerst durch eine Ebene mit vielen Antilopen. Auch die Elefanten sind hier zuhause. Diese werden wir morgen noch besser kennenlernen.😊

Dann folgt eine üble und steile Schotterpiste auf eine Hochebene hinauf. Ein Wasserbock.

Ein Straussenpärchen.

Schon bald biegt unser Driver ab zum Löwengehege. Diese haben hier ein extra eingezäuntes 10 Hektar grosses Revier.

Das Game Reserve liegt zu nahe an Siedlungen und man will auch nicht, dass sie die anderen Tiere hier fressen. Das ist Chris, das Männchen. Daneben tigern hier auch 2 Weibchen der Absperrung entlang. Sie beobachten ganz genau den Strauss auf der anderen Seite.😆

Ich finde leider das Ganze hat hier etwas von einem Zoo. Das ist absolut nicht das Gleiche, wie diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Schliesslich verlassen wir das Gehege wieder. Es windet übrigens recht stark und wir haben trotz dicker Jacke, Mütze und Decken, welche verteilt werden, ziemlich kalt. Wir sehen auch Kudus und Zebras

und dann in einer Talsenke drei Breitmaulnashörner. Vater, Mutter und Baby. Auch diese Kombination kommt in freier Natur eigentlich nicht vor. Das Baby ist aber sehr süss (als einziges musste es noch nicht sein Horn lassen) und wir kriegen sogar einen kurzen spielerischen Scheinangriff auf seinen Vater zu sehen.

Nach einem kurzen Trink- und Snackstop an einem zugigen, nicht gerade hübschen Ort unter Hochspannungsleitungen macht sich unser Guide Stefan noch auf die Suche nach Giraffen. Nach kurzer Irrfahrt haben wir sie gefunden, denn die Guides sprechen sich per Funk ab. Es sind 3 Giraffen, anscheinend mit einem Kalb, dass sich heute aber im Gebüsch versteckt.

Schliesslich kehren wir zurück zur Lodge, wo wir uns am Kaminfeuer wieder aufwärmen können, was auch bitter nötig ist. Wenigstens hatte es nie geregnet, auch wenn es ständig danach aussah. Ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht (oder verwöhnt von Namibia?😋). Wir haben zwar viele Tiere gesehen, aber es war eher ein Abhacken des offensichtlichen Sichtungsprogramms. Und manche Tiere leben nicht wirklich frei, so fehlte irgendwie der Überraschungsmoment. Die Gegend wäre bei schönem Wetter wahrscheinlich hübsch, wenn auch nicht wirklich wild, man sieht immer irgendwelche Zäune, Häuser oder Stromleitungen. Eigentlich wäre das Gondwana Game Reserve meine erste Wahl gewesen, aber es war bereits ausgebucht. Vielleicht das nächste Mal? Unser Safari-Zelt jedoch ist wirklich sehr hübsch, leider ist es momentan zu kalt um auf der schönen Terrasse zu sitzen. Um 19 Uhr gibt es im Haupthaus dann Abendessen.

Es gibt eine Suppe (sehr gute Idee bei diesem Wetter) und eine kleine Vorspeise. Beides sehr lecker. Nach einem Salatbuffet gibt es verschiedenes grilliertes Wild zum Probieren. Michael versucht Krokodil und findet es schmecke ähnlich wie Rind. Leider kriege ich während dem Essen immer wie stärkere Rückenschmerzen. Und Michael hat mit dem Magen zu kämpfen. So eilen wir nach dem Essen zu unserem Zelt zurück. Hier hatte man uns während dem Abendessen die Heizdecken im Bett vorgeheizt, toller Service! Es ist jedoch weniger kühl als befürchtet, denn der Wind hat nachgelassen. Wir gehen sofort schlafen und hoffen, dass es uns morgen wieder besser geht.

1.11.2014 Botlierskop Game Reserve

Wir schlafen recht gut, nur verkneife ich mir den Toilettengang bis um 5 Uhr in der Früh, als es langsam hell wird. Dafür begrüsst mich dann ein Buntbock gleich auf der Wiese neben dem Toilettenhäuschen und ein Klippschliefer vor unserer Haustüre. So schön!

Da unser GPS für Schotterpisten generell wahnsinnig viel Zeit berechnet, können wir die Fahrzeit heute schlecht einschätzen und stehen somit früh auf. Wir fahren zur Reception zum Auschecken. Es regnet leicht. Wir fahren los und als wir das Gate beim Ausgang des Nature Reserve passieren, steht dort auf einem Schild:“Forget the key return?“. Mist, der Zimmer-Schlüssel ist tatsächlich noch in meiner Tasche. Endlich mal ein sinnvolles Schild am richtigen Ort😆! Wir können den Schlüssel hier bei der Parkwächterin lassen. Wir möchten heute den kürzesten und schnellsten Weg wählen, aber unser GPS will uns unbedingt zurück auf Teer bringen. Dies würde jedoch einen unmöglich langen Umweg bedeuten und so folgen wir ganz „old school“ den Strassenschildern nach Swellendam. Die Schotterpiste ist auch wirklich sehr gut und wir kommen rasch vorwärts. Kurz vor Swellendam (scheint recht hübsch zu sein) erreichen wir mit der N2 wieder Teer. Das Navi lotst uns dank GPS-Koordinaten am richtigen Ort ab der Autobahn und dann ist es bereits ausgeschildert. So erreichen wir um 11.30 Uhr nach nur 3 Stunden Fahrt bereits unser Ziel: das Botlierskop Game Reserve.

Wir werden gleich nett von Ranger Michael begrüsst. Wir können zwar unser Zimmer noch nicht beziehen, aber das Gepäck wird schonmal zum Zelt gebracht. Wir erhalten ein Willkommensgetränk nach Wahl und Michael zeigt uns alles hier und erklärt uns, wie unser Programm aussieht. Danach relaxen wir etwas auf der Terrasse, wo sich nun sogar die Sonne ab und zu blicken lässt.

Um 13 Uhr gibts einen Lunch, welcher inkludiert ist. Ein leckerer Dreigänger, nur schade, dass wir gar nicht so hungrig sind. Um 14 Uhr können wir dann Einchecken und werden mit einem Elektrokart zum Zelt Nr. 6 gebracht. Uns erwartet ein tolles, grosszügiges Zelt mit einem riesigen Himmelbett und dahinter, abgetrennt durch eine Plane, eine sehr schöne Badewanne und Aussendusche.

Vor dem Zelt hat es eine grosse Terrasse mit Ausblick.

Richtig Zeit um uns einzunisten haben wir aber nicht, denn um 15 Uhr startet bereits unser Game Drive. Wir nehmen den kurzen Fussweg zurück zum Hauptgebäude und sehen im Gestrüpp noch einen Monkey.

Aber unsere Schweizer Pünktlichkeit kommt uns wiedermal in die Quere. Wir hätten besser noch etwas länger die Monkeys beobachtet, denn wir sind die Ersten und müssen uns dann noch eine Weile gedulden bis alle 9 Teinehmer des Game Drives schliesslich eingetrudelt sind.