5. Oktober 2012 Las Vegas Fremont Street and Bye, bye America!

Den letzten Tag unseres Urlaubs gehen wir gemütlich an und geniessen das Carvings Breakfast Buffet, welches in unserem Mirage-Special inkludiert ist. Es hat viel Auswahl, aber die Qualität finden wir nur mittelmässig. Nach dem Packen für den Flug morgen geht’s an den Pool. Er ist gross, hat einen Wasserfall und ein warmes Sprudel-Jacuzzi-Becken. Wie immer nervt bald die übermässig laute Musik am Pool und so schlendern wir dann noch etwas durch die Hotels. Als es dunkel wird holen wir die Kameras und laufen zum Venetian, wo wir für ca. 20$ ein Taxi zur Fremont Street nehmen. Wir waren jetzt schon öfters in Vegas. Nicht weil wir es so lieben würden😁, sondern weil es sich einfach ideal als Start- oder Zielpunkt erwiesen hat. Aber in die Fremont Street haben wir es bisher noch nie geschafft. Diese soll noch etwas das „alte “ Las Vegas verkörpern und es blinken und leuchten tatsächlich sämtliche Casinos um die Wette. Neben dem legendären „Golden Nugget“darf natürlich auch der „Neon-Cowboy“ nicht fehlen.Hier will jeder ein paar Dollars machen, neben Elvis, Indianer und Chippendale, kann man sich hier auch mit Al Pacino und Robert de Niro ablichten lassen🤣… Dann um 20 Uhr startet die „Fremont Street Experience“. An der Decke der überdachten Halle wird ein Lichtspektakel inkl. Rakete zum Song „American Pie“ gezündet. Typisch, Las Vegas!Es spielen in der Strasse auch 2 Livebands, das Motto ist natürlich Halloween.Und um 21 Uhr folgt dann das nächste Lichtspektakel zu dröhnender Jon Bon Jovi Musik. Hatte ich die ganzen beiden letzten Wochen nie irgendwelche Probleme, habe ich heute nach nur ein paar Stunden laufen auf Asphalt Fuss- und Rückenschmerzen, diese Stadt ist definitiv ungesund…😉Also nehmen wir früher als geplant den „Strip&Downtown“-Bus für je 6$ zurück, welcher ca. jede Viertelstunde fährt, aber natürlich länger braucht als ein Taxi. Beim Bellagio steigen wir aus und gönnen uns noch eine Fontänen-Show zu „Billie Jean“ von Michael Jackson. Mit einem sündhaft teuren Pineapple Mojito und einem Duvel-Bier beschliessen wir unsere grandiose Südwest-Reise, bevor wir morgen früh den Heimflug antreten. Unser Jeep Liberty brachte uns wider erwarten sicher über alle Dirt Roads, ob Kälte oder Hitze, wir wurden mit viel Sonne verwöhnt und unsere Liebe zur grossartigen Natur des amerikanischen Südwesten bleibt ungebrochen. In diesem Sinne: Bye, bye America and see you soon😉!

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4. Oktober 2012 Valley of Fire – White Domes Trail 

Wir fahren die Stichstrasse bis zu deren Ende, wo der White Domes Trail beginnt. Bereits auf der Strecke hierher sind die Farben der Felsen spektakulär!Sonnencreme, Hut, Wasser und Getorade einpacken und los geht’s. Am Besten geht man gleich zu Beginn geradeaus hinunter, dann kommt man am Ende rechts bei der Strasse wieder hoch (also im Uhrzeigersinn loslaufen), so hat man am Schluss kein so steiler Aufstieg mehr zu bewältigen. Zuerst steigen wir also über Stock und Steineiner Felswand entlang steil hinunter zu den Überresten eines Filmsets.An der Felswand klebt eine „Drachenklaue“😀!Wo es etwas Schatten gibt, wird das gleich ausgenutzt.

Etwas später erreichen wir einen Slot Canyon. Hach, so Slot Canyons sind einfach immer etwas Besonderes!

Schliesslich folgt ein moderater Anstieg zwischen herrlichen Felsen in allen Farbvarationen hindurch.Rosa, hellgelb, braun… Welche Farbe hatten wir noch nicht?😉Eine unglaublich schöne, abwechslungsreiche Wanderung, für die man, je nach der Anzahl Fotostopps😉, 3/4-1h benötigt. Keinesfalls auslassen! Wenn man wie wir früh startet, ist man auch vor der grössten Hitze wieder zurück. Jetzt ist es 13 Uhr, die Hitze kommt und wir fahren los Richtung Las Vegas. Staub, Wüste, Autobahn… einfach nur öde und hässlich, nach all den Naturwunder der letzten Tage sind wir verwöhnt. In Las Vegas lotst uns unser GPS erst zum Front Eingang anstatt zu Self Parking des Mirage Hotels. Das Autofahren hier in Vegas ist doch um einiges stressiger und wir sind froh, als wir unfallfrei ankommen. Wir können bereits einchecken (Update 2016: Diese rosigen Zeiten sind vorbei, heute wird für Early Checkin so richtig abkassiert😡!) Das Zimmer im 16. Stock ist o.k., riecht aber wie so oft nach Duftspray und ist stickig. Nach Duschen und Essen im BLT Burger laufen wir dem Strip entlang, gucken ein paar Vorstellungen der Bellagio Fountains zum Song „Singing in the rain“ von Frank Sinatra und schliesslich noch den Vulkanausbruch vor dem Mirage Hotel. Nach dem Valley of Fire noch mehr Hitze, da brauchts zum Abschluss noch einen kühlen Mojito und dann ist für heute Schluss, Ende, Feuer … ähm: fertig😁.

4. Oktober 2012 Valley of Fire – Windstone Arch

Nach dieser unruhigen Nacht sind wir entsprechend früh wach. Leise machen wir uns ein Frühstück, das Gas reicht sogar noch für den Rest Bacon und BBQ Beans über dem Kocher. Anschliessend wird aufgeräumt und gepackt, was wie immer seine Zeit dauert. Wir werden dann bei einer amerikanischen Grossfamilie mit einem riesigen Campmobil fast all unser Camping-Zeugs (alles was wir nicht mit nach Hause nehmen können) los, sogar unsere tollen 20$ Walmart-Schlafsäcke/Steppdecken finden dankbare Abnehmer. Nach ca. 2h sind wir fertig und wollen nun noch etwas das Valley of Fire erkunden. Obwohl die Sonne auch heute scheint, ist es (noch?) nicht so abartig heiss wie gestern. Zuerst fahren wir nochmals auf die Backroad vom Arch Rock CG aus. Bei der letzten Haltebucht links parken wir und laufen auf die Rockformations zu. Ein französisches Pärchen ist vor uns beim Windstone Arch. Wir sind ja geduldig und erkunden erst noch die sehenswerten kleinen Arches, Löcher und Höhlen hier.Eine tolle Gegend! Aber als sie nach 20 Minuten immer noch im Loch drin sitzen, stellen wir uns dann mal demonstrativ daneben. Wir möchten ja nicht den ganzen Tag hier verbringen😉. Wenn’s bis dahin kein gutes Foto gegeben haben sollte, wird’s wohl eh nix😜🙄! Der Windstone Arch ist dann tatsächlich sehr schön: Der Balken in der Mitte ist erstaunlich filigran.Man passt gerade so rein😆…Und in die Löcher fasst man besser nicht hinein, da hausen gerne mal giftige Tierchen…Danach fahren wir kurz zurück zum Visitor Center. Auf dem Weg sehen wir noch einen Roadrunner.Im Visitor Center läuft eben ein Film über Klapperschlangen (eines dieser giftigen Tierchen…😁). Schliesslich schnüren wir dann ein letztes Mal auf dieser Reise die Wanderschuhe.

3. Oktober 2012 Fire Wave

Wir starten unsere Fahrt der Stichstrasse entlang in den Park fast ein wenig zu spät, denn einiges liegt bereits im Schatten. 

Plötzlich stockt vor uns der Verkehr und eine recht grosse Wüstenschildkröte kreuzt die Strasse! Wow, so toll!Bei der Parkbucht Nr.3 hat es mittlerweile ein Schild „Fire Wave“ und wir merken rasch, dass dies kein Geheimtipp mehr ist. Rasch Wasser eingepackt (es ist immer noch heiss!) und Wanderschuhe geschnürt und los geht’s hinunter über Stock und Stein.Der Weg ist nicht weit und bald schon stehen wir mit vielen anderen Leuten vor der „Fire Wave“. Die linke Seite liegt bereits im Schatten, aber von unten gelingen doch noch einigermassen gute, wenn auch nicht überragende Fotos dieses „Felsenzebras“😁.

Mein Liebster kann den Hype um diesen Felsen nicht ganz nachvollziehen.Aber ich persönlich finde nicht nur diesen einen Felsen sondern die ganze Umgebung hier sehr fotogen, ganz besonders jetzt im Abendlicht. Viel später hätten wir wegen dem Schattenwurf nicht mehr kommen dürfen. Auf dem Rückweg finden wir den offiziellen Trail nicht mehr, aber kein Problem, die Strasse ist nicht zu verfehlen. Diese verschiedenfarbigen Gesteinsfarben sind einfach der Hammer!Dann geht es zurück zum Campingplatz wo wir kochen und mit dem Holz sogar noch ein tüchtiges Feuerchen für ein Steak zustande bringen. Es wird auch im Dunkeln nicht kühler, ab und zu spürt man ein warmes Lüftchen. Wir sind etwas wehmütig, denn dies ist unser letzter Camping-Abend. Der Sternenhimmel ist unglaublich!Nach dem Duschen wäre dann eigentlich mal Schlafen angesagt, aber daran ist vorerst nicht zu denken. Der Boden ist heiss und strahlt fortwährend Wärme ab, wie ein riesiges Heizkissen. Wir öffnen sämtliche Luken unseres Zeltes, aber erst in der späteren Nacht kühlt es soweit ab, dass wir etwas Schlaf finden. Wir hatten das Valley of Fire absichtlich ans Ende unserer Reise gelegt, in der Hoffnung, dass es nicht mehr so heiss ist. Nun, falsch gedacht, auch Anfang Oktober wird das Valley of Fire seinem Namen immer noch mehr als gerecht!😓😉

3. Oktober 2012 Jenny Canyon und Fahrt ins Valley of Fire

Der Snow Canyon State Park hat sicher noch etwas mehr Aufmerksamkeit verdient und so erkunden wir vor dessen Verlassen noch den kleinen Slot Canyon namens Jenny Canyon. Imposante Felsen beim Eingang.Auch wenn wir jetzt schon einige Slot Canyons gesehen haben, dieser kleine Canyon ist der kurze Abstecher allemal wert. Schweizer Käse😉Wir verlassen den kleinen aber feinen Park, der bei uns vor allem mit seinem herrlichen Campground gepunktet hat.Das heutige Ziel ist das Valley of Fire. In St. George wird beim Tanken nochmals die Frontscheibe des Autos geputzt😃 und ein letztes Mal eingekauft. Dann fahren wir die I15 South Richtung Las Vegas und nehmen die Exit 93 Richtung Lake Mead Recreation Area. Von da geht es durch 2 Ortschaften und dann viel Einsamkeit, bevor wir dann kurz vor der Zahlstation zum Lake Mead rechts zum Valley of Fire abbiegen.Durch die Zeitverschiebung gewinnen wir eine Stunde. Wir hatten etwas Bedenken volle Campgrounds anzutreffen, aber jetzt um 15 Uhr ist noch sehr viel frei. Der Arch Rock CG ist sogar noch fast leer. Wir entscheiden uns wegen den Duschen und den Flush Toilets für den AtlAtl-Rock Campground, aber die Plätze beim Arch Rock sind eigentlich fast noch ein bisschen schöner. Das nächste Mal werden wir wohl da campen und zum Duschen rüberfahren, ich nehme nicht an, dass das jemanden stören würde. Nach langem Hin und Her nehmen wir die Site Nr. 1. Primär weil es hier durch den Felsen bald Schatten geben wird und sie etwas zurückversetzt liegt. Der Stellplatz kostet 20$, wovon aber 10$ Day Use Fee des Parks sind, welche auch bei Übernachtung nur einmal zu bezahlen ist. Wir stellen das Zelt auf, denn zum Wandern ist es momentan mit 95°Fahrenheit einfach zu heiss! Auf dem Platz wuseln viele süsse kleine Squirrels rum. 🤗Danach fahren wir zum klimatisierten Visitor Center und besorgen uns eine Karte des Parks. Wir fahren die Dirt Roads um die Campingplätze ab, da wir wahrscheinlich zuwenig Feuerholz für heute Abend haben. Und tatsächlich finden bei verlassenen Campfires noch ein paar verkohlte Resten…😊. Erst als die Sonne schon tief steht, begeben wir uns noch einmal auf Erkundungstour.

3. Oktober 2012 Hidden Pinyon Trail

Heute stehen wir wieder mit der Sonne auf (eine gute Idee😉). Hier im Snow Canyon SP soll es Wüstenschildkröten geben und als Erstes wollen wir uns auf die Suche nach ihnen machen. Auf dem Wanderweg „Toe“ gleich an der Grenze zu den Siedlungen soll man früh am Morgen die besten Chancen haben, welche zu sehen. Der Weg ist nicht besonders schön und ausser Kaninchen sehen wir zuerst keine Tiere. Erst nach dem Tipp eines Anwohners entdecken wir in einer Erdhöhle eine kleine Schildkröte, welche aber schläft. Hätten wir gewusst, was uns morgen im Valley of Fire völlig unverhofft über den Weg laufen wird, wir wären wohl nicht ganz so enttäuscht gewesen. So gehen wir dann erstmal in St. George im Dennys ausgiebig frühstücken. Zurück im Park wollen wir etwas Wandern. Wir machen uns auf zum Hidden Pinyon Trail. Schwarzes Lava-Gestein.Wir merken bald, dass wir etwas knapp Wasser eingepackt haben. Der Trail ist nämlich fast schattenlos und führt zu einem Lookout hinauf.

Obwohl es ein paar Schleierwölkchen hat, ist es sehr heiss und wir sind fast froh, als wir wieder zurück beim Auto sind. Ein schöner Trail, aber für uns kein Highlight. 

2. Oktober 2012 Fahrt durch den Zion NP und Camping im Snow Canyon SP

Nach der Wanderung durch den Willis Creek sind wir hungrig und essen im Ruby’s Inn Komplex nahe dem Bryce Canyon etwas. Himmel, hat es hier viele Leute! Ganz Busladungen werden ausgeladen. Wir sind ganz froh, dass der Bryce Canyon dieses Jahr nicht auf dem Programm steht. Wir haben ihn bereits 2007 und 2008 besucht und möchten dieses Mal vor allem Orte sehen, welche wir noch nicht besucht haben. Dies hindert uns aber nicht daran auf dem Weg dorthin nochmal die wunderschöne Strecke durch den Zion Nationalpark zu fahren. Die 25$ Eintritt werden aber auch nur bei der Durchfahrt fällig, was wir nun doch etwas happig finden. Dafür können wir hier endlich unsere Glas- und Plastikbottles fachgerecht entsorgen und in Springdale hat es einen ATM an dem ich nochmals Geld beziehen kann. Die Campgrounds im Zion NP sind wie erwartet voll und Michael fühlt sich noch fit, so fahren wir weiter.Die Ortschaften, die nun folgen, erscheinen uns nach so viel Einsamkeit erstaunlich gross und wir sind das erste Mal nach Phoenix wieder froh um unser GPS. Dieses lotst uns zuverlässig durch St. George und wieder hinaus. Wir durchfahren grosse Vororte mit teuer aussehenden Siedlungen mit eigenen Parkwächtern und Springbrunnen am Eingang. Nach einem hübschen Kreisel gestaltet mit Stahlpferden und Indianer erreichen wir gleich hinter den letzten Siedlungen den Snow Canyon State Park. Wir fahren an der unbesetzten Station vorbei gleich zum Campground. Obwohl bereits 17 Uhr ist, hat es noch einige freie Campsites und wir haben die Qual der Wahl. Die sind alle sooo hübsch! Wir entscheiden uns für die Nr.19 schön an einer Felswand gelegen. Hier lässt es sich aushalten😀…! Kosten tut der Platz (inkl. Eintrittsgebühr State Park) wiederum nur 16$. Wir empfehlen aber nicht die Full Hookup-Plätze, denn diese sind nahe der Reception und sehr eng. Nach Penne Tomaso und einem Steak vom Feuerchengeht dann ein gemütlicher Camping-Abend zu Ende. Mit der Dusche in diesem Park haben wir dann wohl langsam alle Duschsysteme der USA kennengelernt: Hier müssen wir ständig eine Kette runtergezogen halten, damit Wasser fliesst…😂Schräg! Obwohl es hier Füchse, Skunks und anderes Getier haben soll, bleiben wir ungestört und schlafen selig den Schlaf der Gerechten.😉