20. November 2018 Marrakesch – Djemaa el Fna by Night

Von unserem Riad Charme d’Orient sind es nur etwa 10-15 Gehminuten zum Djemaa el Fna, dem berühmtesten Platz Marokkos mitten in der Medina von Marrakesch gelegen.

Während ich dem Platz bei Tage nicht so viel abgewinnen konnte (besonders Mühe hatte ich mit den „Affendompteuren“😡), entwickelt er nun in den Abendstunden seinen eigenen speziellen Charme. Am Besten kann man sich von einer der Aussichts-Terrassen der Cafés rund um den Platz einen Überblick verschaffen.

Die Sitzplätze sind aber sehr begehrt und der Preis für einen Minztee (Konsumationspflicht!) eine Abzocke. Aber trotz allem die beste Option um zu beobachten wie der Platz so langsam zum Leben erwacht. Unzählige Garküchen werden in Betrieb genommen und von denen steigen nun mehr und mehr Rauch und Essensdüfte gen Himmel. Ein tolles Bild!

Gaukler unterhalten die Anwesenden und wir entdecken tatsächlich auch noch einen Geschichtenerzähler, um den sich die Leute scharren. Vor der Moschee nebenan wird zum Abendgebet gerufen.

Trotz der vielen Touristen eine sehr schöne Stimmung! Hier noch der Blick Richtung Koutoubia-Minarett im Abendlicht.

Wir haben von unseren Freunden den Auftrag bekommen ihnen Pfeffer mitzubringen und so grasen wir danach noch verschiedene Gewürzläden der Umgebung ab. Grundsätzlich gilt: Je weiter man sich vom Platz und der Touri-Meile darum herum entfernt, desto günstiger werden die Preise😉! Fündig wurden wir dann in einem gut sortierten Laden in der Nähe unserer Unterkunft.

Für Marrakesch gilt (wie wohl für die meisten anderen Grossstädte dieser Welt): So wenig Wertsachen wie möglich mit sich rumtragen und Rucksäcke und Taschen nie nur locker über eine Schulter hängen lassen. Uns ist nichts passiert, aber wir haben von Entreissdiebstählen gehört. Da es zudem viele selbsternannte „Guides“ gibt, die nur darauf warten verlorengegangene Touristen durch das Gassengewirr für ein stattliches Honorar wieder zurück zum Riad zu bringen, empfiehlt es sich den Weg zurück zu kennen, Google maps und GPS auf dem Handy tun zur Not auch ihre Dienste. Wir finden den Weg dank Michael zurück zu unserem Riad (er schafft das immer irgendwie😚, keine Ahnung wie🤔 ich wäre schon nach der ersten Kreuzung hoffnungslos verloren😉😎).

Wir verbringen noch einen letzten gemütlichen Abend in unserem wunderschönen Riad und geniessen die bezaubernde Atmosphäre von 1001 Nacht bevor wir morgen früh zurück in die Schweiz fliegen.

Fazit: Marrokko hat uns als Reiseland überzeugt! Die Gastfreundschaft, die grandiose orientalische Architektur der Berber und Kalifen sowie deren faszinierende Kultur, die wunderschönen Palmenoasen und Schluchten, die Tajine (gäu Michael😆) und natürlich die Sahara inkl. Dromedarreiten😆, einfach unvergesslich! Einzig die Küste um Agadir fanden wir jetzt nicht sonderlich sehenswert, wer jedoch Wellenreiten will ist dort goldrichtig. Ich würde jedoch Marrokko auch nicht als „Anfänger-Individual-Reiseland“ bezeichnen, könnten doch besonders die Städte für den Westeuropäer doch etwas gewöhnungsbedürftig sein oder gar zu einem Kulturschock führen😉. Denn ja, Marrokko ist eine ganz andere Welt! Wer sich darauf einlassen kann, wird begeistert sein! Und… vielleicht wird Marokko uns ja wiedersehen, inschallah😊!

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20.-21. November 2018 Riad Charme d’Orient Marrakesch

Der Abschluss unserer Reise führt uns nochmals zurück nach Marrakesch. Wie ich mich darauf freue, ich mag diese quirlige, wenn auch fordernde, Stadt! Wir nehmen wiederum den CTM-Bus von Agadir nach Marrakesch. Die Busfahrt wäre eigentlich angenehm verlaufen, hätte der Busfahrer nicht die vorgesehene Pinkelpause „vergessen“! Nicht nur ich, sondern auch einige andere Damen an Bord rutschten mit vorgerückter Stunde immer unruhiger auf dem Sitz herum…😥. Dafür waren wir dann natürlich viel zu früh in Marrakesch und unser organisierter Transfer von unserem Hotel noch nicht vor Ort. Als er dann eintrifft, wird das Surfbrett aufs Auto-Dach gezurrt (was Michael vorübergehend etwas ins Schwitzen bringt), aber es klappt alles bestens. Wir werden abgeholt und zu unserer Unterkunft „Charme d’Orient“ geführt, welche mitten im historischen Kasbah-Viertel liegt.

Sehr, sehr herzlich und freundlich werden wir von den Besitzern Laurence und Alain willkommen geheissen. Wir haben hier in Marrokko schon oft ausgesprochen hübsch gewohnt, aber dieses Riad übertrifft noch einmal alles!

Mit um die 80 Franken pro Zimmer pro Nacht ist es zwar etwas teurer als unsere anderen Unterkünfte, aber jeden Rappen wert! Ich lasse jetzt einfach mal die Bilder sprechen… Das Zimmer „Amin“.

Und auch in Sachen Gastfreundschaft wird man hier verwöhnt. Nicht nur die Inhaber, sondern auch die übrigen Angestellten sind ausgesprochen freundlich und so natürlich zuvorkommend, dass man sich richtig wohl fühlt! Einzig für Said, den stellvertretenden Chef hier, konnte ich mich nicht so ganz erwärmen, was vielleicht daran lag, dass es ihm sehr eilte unsere Bezahlung entgegenzunehmen. Wir verbringen noch etwas Zeit auf der herrlichen Dachterrasse

bevor wir uns dann ein letztes Mal in das pulsierende Stadtleben stürzen.

16.-20. November 2018 Und nochmal: West Surf Camp, Villa Solaria, Tamraght

Dort heisst uns Margrit von der Villa Solaria wieder willkommen und wir können unser Zimmer, dieses Mal im unteren Teil der Anlage mit wunderschönem Wandgemälde und fernem Meerblick (aber dafür mit schlechtem Wlan) beziehen.

Weil wir ja jetzt das Auto noch haben, lädt Michael gleich das Surfbrett ein und wir fahren zuerst zur Banana Beach (heute leider keine Wellen)

und dann zum Anza Point, wo Michael dann Wellen und seine Surfkollegen findet und ich am Strand sünnele und lese bis der Wind einfach zuuu kalt wird. Nach der Autoabgabe in Agadir fahren wir mit dem Bus nach Tamraght zurück. Falls man dies ins Auge fasst, hier unsere Erfahrungen😆: Der Bus hält nur wenn man an der Haltestelle den Arm auf und ab bewegt🤔. Da wir das natürlich nicht wussten, warteten wir auf den nächsten locker eine Stunde. Wir sind zum Glück von unserer Weltreise her schon einiges gewohnt und nehmen es locker, auch der dann bis zum Platzen vollgestopfte Bus, der „rasante“ Fahrstil und das fehlende Wechselgeld können uns nicht aus der Ruhe bringen😋😎. Hier gilt für einmal auch in Marrokko: „That’s Africa“!😉

Wir sind klar wieder mitten im Touri-Gebiet: Auf dem Kamel-Rücken dem Strand entlang schaukeln oder hartnäckige Verkäufer an der Beach abwimmeln…

Da bleib ich fast lieber in der gemütlichen Villa Solaria und wir geniessen die nächsten Tage, welche wiederum von Surfen, Relaxen, Lesen und leckerem stets frisch zubereiteten Abendessen bestimmt sind. Und wenn das mal nicht reicht gibt’s im Babakouls unten an der Strasse einen Avocado-, Dattel-, Mandel-Orangensaft! EIN TRAUM!

16. November 2017 Taroudant

Nach dem Frühstück (auch sehr lecker, wir werden echt verwöhnt) wollen wir noch Taroudant besichtigen.

Taroudant wird auch gerne „Klein-Marrakesch“ genannt. Ich bin jedoch etwas enttäuscht. Die Souks haben meiner Meinung nach weniger Flair als in Marrakesch. Ein Marrokaner, der anscheinend beim Zirkus Royale in Solothurn gearbeitet hat, führt uns zum berühmten grossen Platz, aber da ist jetzt am Morgen tote Hose. Wir irren etwas ziel-und planlos umher und können uns irgendwie nicht für die Stadt erwärmen. Richtig besonders und sehenswert finde ich hier in Taroudant eigentlich nur die mächtigen alten Stadtmauern, die die Stadt umgeben und dessen Stadttore.

Dann checken wir aus und müssen uns leider noch hartnäckig gegen die Abzocke eines angeblichen Parkwächters wehren. So sehr ich dieses Land in mein Herz geschlossen habe, sowas kann mir kurzfristig die Laune verderben! Daraufhin nehmen wir dann die letzten Kilometer nach Agadir und anschliessend Tamraght unter die Räder.

15. November Hotel Dar Tourika in Taroudant

Wir fahren nach Ouarzazate und dann alles weiter Richtung Agadir. Die Strecke kennen wir ja schon, sie ist nur teilweise interessant und oft recht einsam. Heute kommen uns jedoch unzählige Camper mit Rentnern drin (gerne auch mit deutschem Nummernschild😆) entgegen. Eine weitere nette Begegnung: Ein kleines Eselchen am Strassenrand…

In Taliouine machen wir wiederum Halt. Michael liebt die Tajine hier einfach zu sehr…😋. Diese Mal nehmen wir kurz nach Taliouine die neuere Schnellstrasse anstatt die N10, aber der Belag ist gleich zu Beginn nicht sonderlich gut. Dann wird es zwar besser, aber dafür die Strecke arg langweilig. Achtsam sein muss man wegen den Ziegenherden am Strassenrand, schnell ist da mal eines ausgebüxt und rennt über die Strasse! Um ca. 16 Uhr erreichen wir Taroudant, unser heutiges Ziel. Zuerst jedoch mal wieder eine Lektion zum Thema „Vertraue nie nur deinem Navi“😉: Als uns Google Maps mitteilt „Ziel erreicht“, ist da kein Hotel, nur die Stadtmauer… Des Rätsels Lösung: Unser Hotel „Dar Tourika“ liegt direkt auf der anderen Seite der alten Stadtmauer! Also nochmal rund um die Altstadt und schliesslich werden wir fündig.

Die Hotelanlage (fest in französischer Hand) ist wieder mal sehr schön! Wir haben bezüglich Zimmer die günstigste Kategorie gebucht, so ist dieses sauber, aber nichts Spezielles und wir geniessen ganz einfach die entspannte Atmospäre im Garten

und auf der Dachterrasse mit Blick auf die angrenzende Stadtmauer. Achtung: Die Stacheln der Dattelfeigen auf der Terrasse pieksen ganz arg und los wird man sie auch fast nicht mehr😉.

Und als es kalt wurde hat man uns im Salon sogar ein Kaminfeuer entfacht. Super Service!

Die Tatsache, dass das Abendessen dann auch noch hervorragend war, rundete diesen schönen Abend perfekt ab.

Taroudant werden wir dann morgen erkunden!

15. November 2017 Kasbah Amridil in Skoura

Heute stehen wir früh auf und nach dem sehr guten Frühstück mit frischgebackenem Fladenbrot checken wir aus. Die Unterkunft war sehr nett und sympathisch.

Wir haben zwar einen Fahrtag vor uns, nehmen uns aber trotzdem noch etwas Zeit für die sehenswerte Kasbah Amridil. Eine doppelte Empfehlung des Hotelmanagers und von unserem Reiseführer. Dazu biegt man nach der Kasbah Ait BenMoro auf eine Strasse ab (ausgeschildert) und überquert dann das Flussbett.

So viele Kasbahs haben wir nun von aussen bewundert oder als, in Hotel umfunktionierte, Gebäude besuchen dürfen, nun müssen wir unbedingt mal einen Blick in eine nach originalem Vorbild restaurierte Kasbah werfen.

Die Kasbah ist in privatem Besitz, darum zahlt man 10 Diram p. P. Eintritt. Will man einen Guide (dies lohnt sich unbedingt!) nach Reda fragen. Er spricht sehr gutes English und kennt sogar ein paar deutsche Ausdrücke. Die Tour hat uns 50 Diram gekostet, das fanden wir absolut o.k. Als Erstes gelangen wir in einen schattigen Innenhof.

Hier sind viele Alltagsgegenstände ausgestellt.

Reda erklärt den Nutzen und die Funktionsweise der einzelnen Geräte. Hier zeigt er uns sogar wie ein altes Schloss funktioniert. Leider scheint er sehr in Eile zu sein, beim Fotografieren musste ich den beiden Männern ständig hinterherrennen.

Ein kleines Büsi begleitet uns auf dem Rundgang durch das Gebäude. Beim Brunnen turnt es auf dessen Mauerrand herum. Fall nur nicht runter, du kleiner Frechdachs😊! Leider will es nicht stillstehen zum fotografiert werden😉…

Auch die Bauweise der Kasbahs ist höchst interessant. Hier eine Form, in welche der Lehm für die Wände gepresst wurde.

Die einzelnen Quader sind noch gut im Mauerwerk zu erkennen. Alle verwendeten Baumaterialien stammen hier aus der Region.

Es hat Schlaf-, Lager-, Küchen- und auch Gebetsräume. Alles ist sehr verwinkelt, aber gut durchdacht.

Am Schluss konnten wir noch auf eine Terrasse steigen und die wunderschön mit Ornamenten verzierte Fassade von oben bewundern.

Die Kasbah wurde auch bereits oft als Filmsetting genutzt. Beim Dreh zum Film „Hannah“ stieg im Nov. 2014 der Fluss Dades so stark an, dass die Filmcrew 10 Tage auf dieser Seite des Flusses festsass. Wenn man jetzt das absolut ausgetrocknete Flussbett sieht, kann man sich das nur schwer vorstellen…Die Kasbah ist übrigens auch auf der alten 50 Diram Note abgebildet. Nach der Besichtigung fahren wir noch etwas über Schotterstrassen durch die schöne Palmerie von Skoura,

aber wir geraten dadurch immer weiter weg von der Hauptstrasse und kehrten dann irgendwann um. Denn wir haben heute ja noch ein paar Kilometer hinter uns zu bringen.

14. November 2017 Dades-Schlucht

Die Anfahrt von Skoura nach Boulmane, wo die Strasse in die Dades-Schlucht abzweigt, zieht sich etwas. Aber sofort nach der Einfahrt in die Schlucht sieht man bereits die ersten Kasbahs an den Felsen kleben.

Das Wetter ist herrlich! Ein typisches Dorf in dieser Schlucht, alles ockerfarben. Die alten Kasbahs werden zum Teil immer noch als Wohnhäuser genutzt.

Der Weg hinauf durch die kargen Felslandschaft wird immer spektakulärer.

Anscheinend die meistfotografierte Felsformation Marokkos, genannt „Affenpfoten“.

Die Strasse ist meist erstaunlich gut, aber wir sind beim Kreuzen froh, dass wir nur ein kleines „Chruzli“ haben. Und Autofahrer mit Respekt vor engen, schmalen Kurven dürften hieran keine Freude haben. Die Aussicht hinunter in die Schlucht ist aber immer wieder spektakulär.

Am Fluss kann man die Bauern auf den Feldern beobachten. Es wird hier anscheinend noch sehr traditionell Landwirtschaft betrieben. Eine Kamelherde kreuzt unseren Weg.

Das Leben scheint hier noch urtümlich und einfach. Die Landschaft am Fluss wirkt idyllisch, das Leben ist jedoch wahrscheinlich hart und entbehrungsreich.

Hier durchfahren wir die schmalste Stelle der Schlucht. Die Felsen sind tatsächlich überhängend, wenn da nur nichts zur falschen Zeit runterkommt…😥

Danach folgen enge Serpentinen, wir schrauben uns in die Höhe! Zum Glück haben wir genügend Zeit und konnten bis in diesen hinteren Teil der Schlucht gelangen!

Nun liegt der Fluss weit unter uns.

Wir fahren recht zügig und erreichen tatsächlich das hinterste Dorf. Hier würde die Strasse dann ungeteert und so kehren wir um. Auch die Rückfahrt bleibt spannend, aber eigentlich müsste man sich Zeit nehmen für eine Wanderung in dieser herrlichen Umgebung. Wir gönnen uns noch einen Minztee im Le Bleu Ciel auf der Dachterrasse kurz vor Ausgang der Schlucht.

Und sagen uns, dass wir wiederkehren müssen…

Auf der Rückfahrt nach Skoura auf der „Strasse der 1000 Kasbahs“ bewundern wir im Abendlicht noch das Atlasgebirge.

Um 16.30 Uhr sind wir dann wieder in Skoura. Fazit: Wer mehr von der Schlucht sehen will und nicht nur wie wir durchfahren möchte, sollte sich unbedingt mehr Zeit nehmen. Zurück in unserem Hotel „Ait Benhadda“ kriegen wir ein gutes und günstiges Abendessen.

Leider wird uns schnell kalt und so verziehen uns bald aufs Zimmer und beschliessen für morgen ein Hotel in Taroudant zu buchen.