24. Juni 2013 Kalalau Trail

Heute klingelt der Wecker früh, wir wollen an den North Shore, ein weiteres Highlight wartet auf uns! Auf der Fahrt sieht es zwischendurch nach üblem Wetter aus. Ob wir unsere geplante Wanderung wohl machen können? Nach dem schicken Princeville folgen etliche schmale Brücken und bei immer noch dichtem Regen fahren wir durch Hanalei. Schliesslich erreichen wir das Ende der Strasse an der Ke’e Beach und finden jetzt um 8 Uhr sogar noch locker einen Parkplatz. Wir cremen uns mal doch vorsorglich mit Sonnencreme ein, packen viel Wasser in die Rucksäcke und schnüren unsere Wanderschuhe. Bereits zu Beginn geht es zügig bergan über grössere Steine hinweg.

Das Wetter ist zum Glück besser als erwartet. Schon bald geniesst man einen schönen Blick zurück auf die Ke’e Beach.

Immer etwas auf und ab folgt der Weg der Klippe entlang. Die Aussichten sind fantastisch!

Es ist aber auch schwülheiss und wir trinken sehr viel. Wir kommen nur langsam vorwärts, da ich nicht fit bin und die Hitze mir zusetzt, aber wir nehmen uns die Zeit. Sonne und Wolken wechseln sich ab. Auch Erinnerungsfotos werden noch geschossen (auch wenn ich sicher auch schon fitter aussah…😋).

Der Blick auf die zerklüftete Na Pali Coast ist aber die Anstrengung wert!

Um zur Hanakapiai Beach zu gelangen führt der Weg nochmals wunderschön eine Schlucht hinunter

wir queren einen kleinen Bach, dann geht es wieder etwas hinauf, bevor der sehr rutschige und schlammige Schlussabstieg zur Beach bevorsteht. Spätestens hier bekunden einige Mitwanderer in Flipflops oder Turnschuhen einige Mühe, eine Familie beschliesst gar (wahrscheinlich zu Recht!) abzubrechen und umzukehren.

Noch bevor wir zur Beach gelangen weisst dieses Holzschild eindrücklich auf die Gefahren hin. In den starken Strömungen hier sind schon viele Menschen ertrunken. Wieviel kann man an den Strichen im Holz abzählen…

Nur wenige Monate vor unserem Besuch starb eine Frau beim Überqueren dieses Baches während eines Flashfloods.

Diesen muss man überqueren um zur Beach zu gelangen. Heute ist er zum Glück ganz harmlos. Nahe der Mündung können wir von Stein zu Stein hüpfend (fast) trockenen Fusses hinübergelangen. Die Beach ist sehr schön, auch innerhalb der Beach fliesst Wasser.

Hier leben auch ein paar Katzen, die sich wohl von den mitgebrachten Leckereien der Touristen ernähren…😆

Leider beginnt es jetzt eben wieder zu regnen und wir verziehen uns fürs Picknick in eine der Höhlen an den Seiten der Bucht.

Man könnte von hier aus auch noch weiter zu einem Wasserfall laufen, aber in Anbetracht meiner momentan bescheidenen Kräfte und den noch bescheiderenen Wetteraussichten, wenn man Richtung Landesinnere blickt,

entscheiden wir uns dagegen und machen uns dann, nach nochmaligem Bewundern der Wellenbrecher hier, auf den ebenso schönen und rutschigen Rückweg.

Mit schlammbespritzten Schuhen und Hosen bis zum Knie, ein paar Mückenstichen mehr und ziemlich ausgepumpt erreichen wir das Trailende. Aber wir sind überglücklich, diese tolle Wanderung allen Widrigkeiten zum Trotz, gemacht zu haben. Ein wahrhaft krönender Abschluss unseres Kauai-Aufenthaltes!

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22. Juni 2013 Helikopterflug Doors Off – Na Pali Coast

Heute ist unser Helikopter-Flugtag! Wir hatten den Flug vor 5 Tagen gleich vor Ort bei Inter-Island Helicopter (Update 2014: Diese Firma gibt es nicht mehr!) gebucht. Nur für heute war noch ein 10 Uhr-Flug zu haben, die beste Zeit um in den Canyon zu fliegen. Leider zeigen sich ausgerechnet heute viele Wolken Richtung Waimea Canyon, wir hoffen das Beste! Wir ziehen lange Hosen, feste Schuhe und eine Regenjacke an, denn da oben und mit dem Fahrtwind kann es recht kühl werden. Da keine Kamerataschen mitgenommen werden können, muss alles im Vornherein installiert werden (voller Akku, leere Speicherkarte). Lange Haare werden zusammengebunden. Wir sind pünktlich am Port Allen Airport, müssen uns ausweisen, auf eine Waage stehen und bezahlen. Da noch eine dritte Person mitfliegt kostet der Spass 249$ pro Person plus Taxes. Nicht ganz günstig, aber jeden Rappen wert! Bevor wir losfliegen können, ist noch das gucken des Safety Videos Pflicht. Jetzt werde ich das erste (und zum Glück auch einzige😊) Mal etwas nervös, da man mir eine Notwasserung etwas zu bildhaft vor Augen führt… Danach geht es ruckzuck los. Auf dem Hangar wartet unser Helikopter auf uns, huch wirkt der klein!😥

Wir werden vom Instruktor zu unseren Plätzen (hinten links und rechts) begleitet, angegurtet und mit Kopfhörer ausgestattet, damit wir unseren Pilot Robin, welcher vor mir sitzt, hören können. Wollen wir unserem Piloten etwas sagen, müssen wir neben unserem Sitz auf ein Knöpfchen drücken. Dann geht es los, wir heben ab! Schon ein komisches Gefühl so ohne Türen!

Zum Fotografieren ist dies aber ideal, da es keine lästigen Spiegelungen gibt. Und das Feeling, so in der Luft zu sein, ist natürlich unbeschreiblich! Robin sagt, wegen dem Wetter könne es etwas bumpy werden und tatsächlich spüren wir in so einem kleinen Hubschrauber jeden Windstoss. Über viele Felder hinweg fliegen wir zuerst in den Waimea Canyon. Hier ist das Wetter leider wirklich nicht so gut. Trotzdem natürlich sehr beeindruckend, wenn man so darüberfliegt.

So zweigt Robin recht bald ab Richtung Na Pali Coast. Linkerhand sehen wir schön den langgezogenen Polihale State Park.

Dann fliegen wir über dem Meer der wunderschönen Na Pali Coast entlang. Hier klart es ein bisschen auf, Sonnenschein und Wolken lösen sich ab.

Die Felsen und Buchten sind einfach wunder-wunderschön, auch wenn bei diesem Wetter natürlich keiner super Fotos gelingen.

Wir fliegen durch enge Täler mit schroffen Felsen links und rechts.

Dann sehen wir den Teil des Kalalau Trails, den wir in den nächsten Tagen noch erwandern werden (bzw. links die Schneise, welche der Weg in den Abhang zieht) und die kleine Hanakapiai Beach, welche dabei erreicht werden kann.

Hier mittlerweile meine Lieblings-Schnorchelbeach der Insel, die Ke’e Beach, wo auch der Trail beginnt.

Ganz kurz zeigt sich die Sonne, wow! Besonders beeindruckend fand ich den Blick auf das gewaltige Korallenriff vor Tunnels Beach, welches man anscheinend sogar vom Weltraum aus sieht!

Dann fliegen wir wieder landeinwärts und wir sind in der Nähe des regenreichsten Punktes der Erde. In diesem sehr engen Tal regnet es eigentlich fast immer. Mir stockt beim spektakulären Hineinflug und beim Blick auf die nahen schroffen Felsen fast der Atem.

Und wenn es schon so schüttet (meine Kamera ist ziemlich nass geworden, wir selbst jedoch erstaunlich wenig), dann gibt es zumindest etwas zur Genüge zu sehen: gewaltige Wasserfälle!

Dann geht es leider auch schon wieder zurück an die Südküste Kauais.

Wir landen sicher wieder im Port Allen Airport. Auch wenn der Flug wetter- und somit auch fototechnisch nicht überragend war, das Erlebnis eines Door-off-Fluges über so spektakuläre Landschaft ist unbezahlbar und das glückliche Grinsen auf unseren Gesichtern dementsprechend😆!

Juni 2013 Maha’ulepu Coastal Trail

Einen Teil einer anderen hübschen Wanderung sind wir an einem späten Nachmittag gelaufen. Der Maha’ulepu Coastal Trailhead befindet sich an der Südküste an der Shipwreck Beach beim Hyatt.

Ganz links des Strandes beginnt der Weg. Flipflops wären hier eine schlechte Wahl, gute Schuhe sind von Vorteil. Wir erklimmen die Klippe.

Michael wagt sich etwas weit raus auf den Felsen. Die Wellen krachen gewaltig gegen die Klippe und die Gischt spritzt in die Höhe…Nicht nachmachen…😆

Die Streckenführung ist manchmal etwas abenteuerlich und leider schieben sich oft Wolken vor die Sonne.

Zeigt sich dann aber die Sonne ist das Panorama zauberhaft.

Bizarre Gesteinsformationen säumen den Weg.

Die Pinnacles sind sehr sehenswert.

Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen auch diesen Trail nicht allzu weit gehen und wir müssen trotz absolut toller Küstenszenerie schon bald wieder umkehren.

Eine absolut lohnenswerter windiger Trail, der sicher auch in seinem weiteren Verlauf noch sehr interessant sein dürfte!

19. Juni 2013 Canyon Trail – Waimea Canyon

Heute Morgen scheint der Waimea Canyon wolkenlos. Super, denn wir möchten so gerne noch etwas Wandern. Im Waimea Canyon zweigt kurz nach dem Milemarker 14 rechts die Halemanu Dirt Road ab. Es sind schon viele Wanderer unterwegs, aber wir scheinen die einzigen zu sein, welche die Dirt Road fahren. Nach nicht mal einem Kilometer stellen wir unseren Jeep Wrangler bei der Kreuzung in einer Parkbucht ab.

Das letzte Teilstück bis zum Schild laufen wir dann lieber. Wir entscheiden uns für den Canyon Trail und der Weg führt zuerst bergab. Gute Schuhe sind empfehlenswert, denn oft ist der rote Sand etwas rutschig und manchmal ist es ziemlich steil. Schliesslich gelangen wir raus auf den Cliff und die Aussicht ist echt toll!

An der gegenüberliegende Felswand befinden sich die Lookouts.

Und in der Ferne sieht man sogar das Meer. Über unsere Köpfe fliegen immer wieder knatternde Helikopter weiter in den Canyon hinein.

Bis ganz vorne an die Klippe geht es über ein paar in den Sand vergrabene Holzbalken nochmals steil hinunter.

Biegt man links ins Gebüsch ab, hört man bereits den Waipi’o Fall plätschern. Hier wird die Wegführung etwas unübersichtlich. Wir klettern einfach mal über ein paar Steine bis wir den kleinen Teich unter dem Mini-Wasserfall erreichen.

Wir überlegen ob wir den Trail noch etwas weiterlaufen sollen, aber ich fühle mich nicht so gut und so beschliessen wir, wieder zur Cliff zurückzukehren und einfach noch ein bisschen die Aussicht zu geniessen. Eine Familie nimmt mittlerweile lautstark den Wasserfall in Beschlag😉. Einfach wunderschön und sehr fotogen: Dieser rötliche Sand vor der markanten Felskulisse des Waimea Canyons!

Nun ziehen auch ein paar Wolken auf und so machen wir uns auf den Rückweg. Ein absolutes Wetterglück hatten wir heute! Auf dem kurzen Teilstück zurück hinauf auf die geteerte Strasse muss Michael auf der letzten Steigung dann kurz den 4WD zuschalten. Eine tolle Wanderung, die wir sicher ein anderes Mal bei besserem Allgemeinzustand noch zu Ende laufen werden!

Juni 2013 Kilauea Lighthouse und ‚Anini Beach

Nun geht’s weiter nordwärts. In der Nähe von Anahola gibt es einen Felsen, der aussieht wie die Silhouette von „King Kong“.😊

Dann erreichen wir Kilauea mit seinem berühmten Lighthouse. Wir begnügen uns damit den Leuchtturm vom Lookout aus zu bewundern. Vogelliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten, ist das hier doch auch ein National Wildlife Refuge und eine Menge Seevögel bevölkern die Klippen.

In der Kilauea Bakery verpflegen wir uns noch kurz und bestaunen diese momentan knallrot blühenden Flammenbäume. Hach, diese Farbenpracht!

Schliesslich geht es nur noch ein kleines Stück Richtung Norden und wir erreichen die ‚Anini Beach.

Bereits die Zufahrt führt wunderschön dem Strand entlang. Hier packen wir unser Schnorchel-Equipment aus und stürzen uns ins Wasser. Leider sind die Korallen in der Nähe des Ufers abgestorben und man muss relativ weit rausschnorcheln um Fische zu finden. Wir verbringen gemütliche zwei Stunden hier bevor wir uns auf den Rückweg machen. Zu dieser Villa auf dem Hügel oberhalb des Strandes würde ich jetzt auch nicht nein sagen…😆😉

Zu gerne hätten wir heute noch mehr vom Northshore gesehen, aber der Rückweg nach Poipu am Southshore (inkl. Stau in Kapa’a!) ist weit. Das nächste Mal (und das wird es sicher geben!😊) werden wir definitiv zentraler wohnen.

Juni 2013 Wasserfälle Ostküste Kauai

Heute möchte ich euch ein paar Naturschönheiten an der Ostküste Kauais zeigen. Zuerst steuern wir die Wailua Falls an. Wir folgen einer schmalen Strasse bis zu den Wasserfällen.

Da auch kleinere Tourbusse diese Strasse befahren können, hat es viele Touristen. Die Fälle liegen aber jetzt am Morgen schön in der Sonne und besondere weisse Vögel mit gespreizten Rückenfedern flattern um uns herum. Danach geht es gleich weiter zu den Opaka’a Falls.

Diese finde ich jetzt an und für sich nicht sooo spektakulär, aaaber… von gleich gegenüber auf der anderen Strassenseite hat man einen wunderschönen Blick auf den Wailua River.

Irgendeinmal werden wir auf diesem herrlichen Fluss einen Kajaktrip machen… Wir wollen heute aber noch etwas weiter nördlich kommen und erreichen mit unserem, in Lihue frisch umgetauschten roten Jeep Wrangler,

(das ABS hatte von Beginn weg verrückt gespielt) , nun die schöne wilde Kealia Beach.

Wir gucken etwas den Surfern zu und machen etwas Südsee-Fotoshooting…😆😉

Juni 2013 Lookouts im Waimea Canyon

Ist der Blick von Poipu aus Richtung Waimea Canyon wolkenfrei, heisst es : Nichts wie los! Je früher man unterwegs sein kann, desto besser. Ab Mittag ziehen im Canyon nämlich oft dichte Wolken auf. Wir fotografieren nur kurz den Mini-Wasserfall nahe dem toll zu fahrenden Waimea Canyon Drive (das Foto von 2016 ist besser, gucke hier), dann geht’s gleich bis ganz rauf zum Pu’u O Kila Lookout. Der Weg zieht sich ziemlich und unterwegs nieselt es ab und zu. Tja, das sah von unten noch besser aus🤔… Als wir ankommen stehen wir erstmal im Nebel.

Aber wir befinden uns ja auch in der Nähe des regenreichsten Punkt der Erde…😊 Wir bleiben optimistisch und starren angestrengt ins weisse Nichts und tatsächlich… nach ca. 10 Minuten sieht man zuerst schemenhaft ein paar Klippen durch den Nebel blinzeln

und dann klart es immer wie mehr auf! Was sich dann vor unseren Füssen offenbart, ist ein Ausblick der einem die Sprache verschlägt!

Das Panorama hinunter in das Kalalau Valley und auf die Na Pali Coast ist wohl etwas vom Schönsten was wir je gesehen haben!

Wir laufen noch ein paar Meter dem Piha Trail (also der Klippe) entlang, da der Weg recht trocken und gut zu gehen ist.

Auch von unterwegs hat man immer wieder wunderschöne Ausblicke in das nun wolkenlose Tal. Einfach herrlich! Die üppige Vegetation liefert eine würdigen Rahmen.

Als es nach einer halben Stunde dann langsam wieder zuzieht (wir haben richtig Glück gehabt!), laufen wir wieder zurück, denn der Weg wird bei Nässe zur Rutschpartie. Auch den unteren Aussichtspunkt, den Kalalau Viewpoint, nehmen wir noch mit.

Wir halten bei der Kokee Lodge, welche schön auf einer grossen Campingwiese gelegen ist, mit unzähligen freilaufenden Hühnern,

und verspeisen ganz passend Chicken Wings😆 und geniessen einen Lilikoi Ice Tea, bevor wir den Pu’u Hinahina Lookout ansteuern. Da es nun bereits schon sehr diesig war, sind die Fotos vom übernächsten Tag als wir, vor unserer Wanderung (Bericht folgt) früher am Morgen beim Waimea Canyon Lookout sind.

Dafür hat man am Morgen leider Gegenlicht. Der Waimea Canyon wird auch „der Grand Canyon des Pazifiks“ genannt. Wir haben das Original in Arizona auch gesehen und finden, betreffend Schönheit kann der Waimea Canyon absolut mithalten😊!