13.11.2014 Road 62 nach Stellenbosch

Zuerst fahren wir über die Schotterstrasse weiter nach Süden durch tolle Red Rock Felslandschaft.

Auf dieser Strecke passiert man noch einen berühmten Arch, ein heiliger Ort der Buschmänner mit Zeichnungen, leider momentan im Gegenlicht.

Hier gäbe es viele spannende Wanderwege zu erlaufen, schade haben wir nicht mehr Zeit. Etwas weiter rettet Michael eine Mini-Schildkröte von der Strasse.

Dann erreichen wir die Strasse nach Calitzdorp, biegen jedoch bereits kurz nach dem Ort bei Amalienstein wieder ab auf eine Schotterpiste.

Dieser Abstecher in die Seweweekspoort Schlucht, nochmals mitten hinein in das Weltnaturerbe Swartberg, hat uns Petro beim Abschied noch empfohlen.

Ob es am bedeckten Himmel lag oder dass wir gestern bereits so spektakuläre Schluchten sahen… jedenfalls haut uns diese Schlucht nicht aus den Socken. Es kommen uns auf der Gravelroad einige Motorradfahrer entgegen und am Schluchtende kehren wir um und fahren dieselbe Strecke zurück.

Zurück auf der R62 fressen wir Meilen und hören Musik vom Ipod. Bei Ladismith (ja, tatsächlich mit i geschrieben😆) verfehlen wir kurz die R62, aber unser GPS leistet gute Arbeit. Die Strecke ist zwar abwechslungsreich, aber zieht sich trotzdem. Da kommt unser nächster Stop gerade richtig: „Ronnies Sex Shop“ mitten in der Einöde ist nicht zu übersehen!😆

Die Lage für eine Snack-Bar an sich ist zwar super, wer braucht auf so einer langen Strecke nicht mal eine Pause… Aber anscheinend hat zu Beginn als Ronnie die Bar eröffnete niemand angehalten. Da haben über Nacht Freunde von ihm das Wort „Sex“ neben seine Inschrift gekraxelt und siehe da… auf einmal lief der Laden😆. Heute ist „Ronnies Sex Shop“ eine Legende an der R62, auch wenn das einzig Anrüchige allenfalls die BHs sind, welche im Innern neben Tshirts und Kritzeleien überall an den Wänden hängen.

Hier kann sich verewigen wer will😆… Wir tanken draussen auf der Terrasse noch etwas Sonne und geniessen erstaunlich gute Toast-Sandwiches und Pommes. Danach fahren wir durch Barrydale, Robertson und Worcester (ziemlich hässlich) und merken dann, dass wir uns so langsam der Weinregion nähern, denn überall wird Wein oder Oliven angebaut. Wir erreichen die Autobahn. Ja, die R62 war bis hierher sicher die hübschere Alternative. Es folgen stinkige Tunnel und eine Maut-Stelle, wo wir 30 Rand bezahlen. Schliesslich erreichen wir Stellenbosch. Die Rozendal Street ist rasch gefunden und unsere reservierte Unterkunft „Keren’s Vine“ ist gut ausgeschildert. Sie liegt im Jonkershoek Quartier etwas erhöht in einer Seitenstrasse. Wir läuten am Gate und die Besitzerin Kerstin öffnet uns. Die Parkplätze sind nicht sehr breit, anscheinend steigen die üblichen Gäste hier nicht mit einem Toyota Hillux ab. Wir werden von Kerstin und René herzlich begrüsst und sie zeigen uns unser Zimmer im Untergeschoss, aber mit einer ebenerdigen Terrasse in den Garten.

Sogleich will Kerstin mit uns unseren Aufenthalt planen. Das ist ja sehr nett, aber wir fühlen uns fast etwas überfahren nach der Gemächlichkeit in der Kleinen Karoo. Aber anscheinend läuft in Stellenbosch zumindest was „Wine&Dine“ angeht nichts ohne vorbuchen und so reserviert sie uns für heute Abend einen Tisch für zwei im „Big Easy“ Restaurant und für morgen eine organisierte Weintour und am Abend gleich nochmals ein Finedining im „Jordans“, uff, Vollgas bis zum Ende.😀 Wir haben nur kurz Zeit um im stylischen Badezimmer zu duschen,

dann fahren wir runter in die Stadt. Mit GPS finden wir schlussendlich das Restaurant mit dem kleinen Parkplatz dahinter und fühlen uns ziemlich underdressed, denn das Lokal ist schon ziemlich „schicki-micki“😎. Das Essen ist dann aber wirklich sehr lecker! Michael kriegt zur Vorspeise Calamari und zum Hauptgang ein Filet mit Pfeffersauce und ich einen Salat und ein Wildmushroom-Risotto. Yummie…😀 Das Essen hat uns 700 Rand gekostet, aber es war auch wirklich qualitativ hervorragend. Satt und zufrieden, aber leider mit etwas Rückenschmerzen meinerseits, kehren wir zurück zu unserer hübschen Unterkunft.

Good night, morgen wollen wir mal schauen, ob sich die Südafrikaner zurecht mit ihrem Wein brüsten…😆

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