12. November 2017 Auf in die Sahara 

Eigentlich könnten wir heute etwas länger schlafen, aber wir sind trotzdem früh wach. Das Programm für unsere gebuchte Wüstentour entspricht hier vor Ort jetzt nicht mehr ganz dem Buchungstext im Internet, welches eigentlich heute Morgen eine Kameltour versprochen hatte. Man könnte jetzt deswegen gut europäisch einen Aufstand machen (welcher nichts bringen würde😉), aber das lassen wir mal, schlussendlich muss für uns das Gesamtpaket stimmen. So gibt es also erst um 9 Uhr Frühstück. Wir packen warme Kleider ein (es soll in der Nacht kalt werden in der Wüste!) und dann geht es mit Jasmin, einer jungen Schweizerin, unserem Fahrer und unserem Guide (dem netten Angestellten von gestern) um 11 Uhr los. Vorher müssen wir aber noch lernen wie man einen Chech, das traditionelle Kopftuch der Beduinen, bindet. Es gibt wohl verschiedene Arten, wie man eine solche Kopfbedeckung binden kann und unsere Variante ist gar nicht so schwer zu erlernen😊. Mit einem 4×4-Landrover geht es jetzt von Mhamid aus mindestens 2,5h über Stock und Stein bis in die richtige Sandwüste namens Erg Chegaga (oder wie die Einheimischen hier gerne scherzen: „Erg Chicago“), unserem Ziel. Vorher kaufen wir in Mhamid genügend Wasserflaschen ein und dann laden wir noch einen 9-jährigen Jungen mit auf, der zu seinem Vater in die Wüste will. Zuerst durchfahren wir einen Wüstenabschnitt, wo noch ein paar Büsche wachsen. Hier hat es auch einige Kamele (nein Korrektur: Dromedare!😉), welche eine Art Rucola fressen.Wir probieren es auch, ja, es schmeckt tatsächlich nach Rucola.😋 Natürlich wird unterwegs auch mal Pause gemacht. Sei es zum Spuren im Sand lesen (war es ein Wüstenfuchs?)mit dem Jungen rumblödeln oder ein Gruppenfoto schiessen. Darf ich vorstellen von links: Jasmin, unser Guide mit dem Jungen und den gefährlich aussehenden „Beduinen“ ganz rechts kennt ihr ja😉…Auch an diesem 5 Meter tiefen Brunnen halten wir kurz, hier ist eine kleine Karawane eben daran ihre Wasservorräte aufzufüllen.Dromedare auf einem Bein sind übrigens nicht verletzt, sondern das ist eine Methode sie am Wegrennen zu hindern. Auf ca. 1/2 Strecke stoppen wir schliesslich in einer grossen Oase und laden den Jungen bei seinem Vater ab.So trocken es hier rundherum ist, in dem Wasserloch hat es sogar Fröschchen.Die Oase hat eine lange befestigte Mauer und gilt als heilig, denn hier hat es Wasser! Sie liegt an der früheren Karawanen-Route nach Timbuktu. Es folgt eine lange karge Steinwüste, welche aussieht wie Mondlandschaft. Unser Guide zeigt und erklärt uns viel. Hier eine Planze, welche auf deutsch „Sodomsapfel“ genannt wird, sie ist hochgiftig. Dann erst um ca. 13.30 Uhr erreichen wir unser Nachtlager am Rande der Sandwüste Erg Chegaga. 

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