28. September 2012 Mesa Verde Nationalpark – Balcony House Tour

Wir haben den Wecker auf 6 Uhr gestellt, aber mit der Zeitverschiebung fühlt es sich wie 5 Uhr an, gähn…😴. Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir um 7.45 Uhr zum Subway um uns mit Sandwiches einzudecken. Brrr, ist das frisch heute Morgen! Campen wäre wohl diese Nacht eine wenig erholsame Sache gewesen. Dann fahren wir hinauf in den Mesa Verde Nationalpark. Gleich am Eingang zahlen wir 10$ pro Auto Eintritt. Von da aus geht es mindestens noch eine halbe Stunde kurvig bergauf, bis man beim Far View Visitor Center ist.Auf der Höhe des Morefield CG sehen wir eine Herde Deers grasen am Wegesrand.Beim Far View Visitor Center kaufen wir uns für je 3$ ein Ticket für die geführte „Balcony House Tour“ um 10 Uhr. Die Tickets sind gerne mal früh ausgebucht, darum zeitig da sein. Wir haben nun aber genügend Zeit und können in aller Ruhe die nochmals ca. dreiviertel Stunde Fahrt bis zu den Cliff Dwellings unter die Räder nehmen.Beim „Cliff Palace“ halten wir natürlich und bewundern das grösste Cliff Dwelling hier von oben. Im Moment liegt es leider im Schatten. Schliesslich erreichen wir den Trailhead des „Balcony House“.Das Cliff Dwelling, welches wir nun besuchen werden, sieht man nicht von oben, aber die Aussicht ist schonmal fantastisch. Wir ziehen die Wanderschuhe an und packen zu Trinken ein, grösseres Gepäck lässt man besser zurück. Denn die Balcony Tour führt über hohe Leitern…und durch einen engen niedrigen Tunnel, durch den man gebückt gehen muss. Der Ranger erzählt uns spannende Details über dieses Cliff Dwelling. Sie sind im 13. Jahrhundert von dem Volk der Anasazi erbaut und von diesen aber bereits rund hundert Jahre später aus unbekannten Gründen wieder verlassen worden.Vorher lebte das Volk auf dem Plateau und baute Mais und Bohnen an, welches hier wegen dem damaligen Klima hervorragend gedieh. Im Cliff Dwelling hat es einige versteckte astronomische Besonderheiten: So sieht man aus dem einen Fenster die Mondwende und in der Länge eines Holzbalkens (dem man keinen anderen Zweck zuordnen konnte) die Sonnwende. Der eine rechteckige Platz weist an der Decke keine Feuerstellen-Spuren auf, man rätselt ob dieser für rituelle Tänze genutzt wurde. Wow, so viele Fragen auf die man wohl nie eine definitive Antwort bekommen wird…Man nimmt an, dass die Anasazi aus Verteidigungsgründen diese schwer zugänglichen Cliff Dwellings in die Felshöhlen bauten (nicht nur wegen der schönen Aussicht😉…). In dieser „balkonartigen“ Felshöhle (darum Balcony House“) gibt es neben mehrgeschossigen Wohnhäusern auch zwei offene Kivas zu unseren Füssen.Diese im Boden eingelassenen Rundbauten mit Lüftungsschächten und Feuerstelle, dienten wichtigen Ritualen und fehlen in keinem Cliff Dwelling. Hier lebten wohl etwa 30-40 Personen in zwei Clans (wegen den 2 Kivas). Was das wohl für ein Leben hier war? Auf jeden Fall musste man schwindelfrei sein. Nachdem wir durch den engen Durchgang gekrochen sind (er ist nicht lang und wird in der Mitte höher), folgt nochmals eine steile Leiter bis man wieder oben ist.Die Anasazi jedoch hatten keine Leitern, sondern nur Kerben in den Felsen… Respekt! Die Tour dauerte etwas mehr als eine Stunde, war super spannend, viel zu schnell vorbei und bot durch die Kletterei noch ein bisschen Nervenkitzel. Eine absolute Empfehlung!

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