Reise-Gedanken

„Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.“

Seit Jahren sind wir bekennende Weltenbummler, reisesüchtig im Sinne der Anklage. Wo andere lieber teure Kleider oder Schuhe kaufen, rauchen, sich ein Häusle bauen oder sonst ein teures Hobby pflegen, legen wir unser Geld für das auf die Seite, was wir am Liebsten tun: Reisen! Ganz nach dem Motto: Collect moments, not things! So haben uns unsere Reisen schon in die verschiedensten Winkel dieser Erde geführt. Da ich auf Reisen Tagebuch schreibe und auch sehr gerne fotografiere, liegt es nahe auch etwas daraus zu machen. Bereits früher habe ich unsere Reisen (etwas handgestrickter, denn damals steckte das Blogen noch in den Kinderschuhen) auf dieser Reisewebsite www.c98.ch/reisen veröffentlicht. Das Blogen habe ich dann auf unserer Weltreise entdeckt, unsere Erlebnisse findet ihr in diesem Blog: www.sunandflipflops.wordpress.com . Und weil dies so Spass gemacht habt, kommt ihr nun nach und nach in den Genuss unserer Reiseberichte ab 2012 in Blogform. Uns ist es eine schöne Erinnerung und dem einen oder anderen Leser vielleicht eine Planungshilfe oder ganz einfach ein „Fernweh-Zückerchen“! Viel Spass!img_62161272667484.jpg

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Teneriffa 2013 – Masca-Tal, Garachico und Playa de las Teresitas

Eine Reise wert ist sicher auch das Masca-Tal. Alleine die Anfahrt über die unzähligen schmalen Kurven ist bereits recht abenteuerlich und nichts für zartbesaitete Autofahrer.

Das Bergdorf Masca klebt am Steilhang und weist viele Terrassenfelder auf. Wer noch einen Parkplatz erwischen möchte, sollte früh da sein.

Einige Gebäude sind, wie oft hier auf den Kanaren, aus Vulkangestein und weiss getüncht.

Ein spektakulärer Wanderweg würde durch die Masca-Schlucht hinunter ans Meer führen, die Abholung durch ein Boot vor Ort muss aber im Vorfeld organisiert werden, sonst bliebe einem der anstrengende mehrstündige Aufstieg nicht erspart. Mittlerweile ist die Wanderung aufgrund gravierender Sicherheitsmängel jedoch auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Und weiter geht die Entdeckungsreise. Garachico ist ein hübsches Städtchen an der Nordküste.

Im Hafen sind die Lavaklippen befestigt und mit Gehwegen versehen. Dazwischen hätte es Schwimmbecken zum Baden.

Es hat hier am Hafen auch ein Castillo, welches primär zur Verteidigung gegen englische Freibeuter errichtet wurde.

Auch die Innenstadt ist sehr sehenswert.

Auf der Weiterfahrt lohnt sich auch noch ein Stop in Icod de los Vinos beim „Drago Milenario“. Der berühmteste Drachenbaum der Kanaren ist jedoch keine tausende, sondern „nur“ 400 Jahre alt.

Trotzdem, alleine durch seine Grösse ganz schön beeindruckend. Fährt man dann der Westküste entlang zurück in den Süden kann man einen Halt bei den „Los Gigantes“ machen.

Gewaltige Klippen, die steil ins Meer abfallen. Sicher auch beeindruckend von einem Boot aus.

Um an die Nordostküste zu gelangen lohnt es sich den Weg durch das Inselinnere zu wählen und nochmals durch die spektakuläre Landschaft der Cañadas del Teide zu fahren

Viele Science Fiction Filme wie „Planet der Affen“ und „Kampf der Giganten“ wurden bereits hier gedreht.

Auf der Weiterfahrt kommen wir an den „Observatorio del Teide“, einer Sternwarte, vorbei. Mystisch halb im Nebel versunken…

Die Schichtung und die Farben des Gesteins hier ist faszinierend.

Wir erreichen die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Viel haben wir von der Stadt nicht gesehen. Aber dieses Bauwerk, das Auditorio de Tenerife, fanden wir schon mal ganz gelungen.

Und schon bald ist dann die Playa de las Teresitas erreicht, der schönste Strand Teneriffas. Wo wir dann nochmal ausgiebig im warmen Meer baden…

Vulkan Teide – Teneriffa November 2013

Der schlafende Schichtvulkan Teide ist mit 3718m über Meer der höchste Berg Spaniens und laut Wikipedia nach dem Mauna Loa und Mauna Kea auf Hawaii der dritthöchste Inselvulkan der Erde vom Meeresboden aus gemessen.

Er befindet sich in der Mitte der Insel. Bei der Anfahrt müssen somit natürlich einige Höhenmeter überwunden werden, was unser kleiner Mietwagen mit Bravour meistert.

Man kann mit einer Seilbahn auf den Gipfel gondeln. Da oben ist es jedoch ziemlich kalt und wir sehen sogar etwas Schnee.

Wir verzichten darauf ganz hoch zu kraxeln (braucht ein Permit) und geniessen lieber den tollen Ausblick nach unten.

Man kann oben auch noch etwas herumspazieren, aber es ist wirklich ziemlich kalt und Michael kriegt plötzlich Mühe wegen der Höhe.

So geht es dann schon recht bald mit der Gondel wieder hinunter. Das Gebiet ist übrigens ein Nationalpark und gehört seit 2007 zum Unesco Weltnaturerbe.

Da man hier am Fusse des Vulkans bei angenehmen Temperaturen auch schön wandern kann, laufen wir durch ein Gebiet mit vielen Felsnadeln zu dessen imposantestem Exemplar, dem „Roque Chinchado“, der ein tolles Fotomotiv vor der Kulisse des Vulkans abgibt.

Diese Mondlandschaft ist einfach beeindruckend! Und das Wandern macht Spass!

Nach einer Pause im kleinen Restaurant in der Nähe des Parkings machen wir uns auf den Rückweg und bewundern noch einen weiteren Vulkankegel neueren Ursprungs an den Hängen des Teide

und die gewaltige Caldera de las Cañadas.

Hotel „Europe Villa Cortés“ Teneriffa 2013

Unser Hotel liegt im Süden der Insel in Playa de las Américas. Dieser Ort hat überhaupt kein Flair, es ist eine Touristenhochburg ohne eigenen Charakter. Um sowas mache ich sonst eigentlich eher einen Bogen. Aber eine Surfmöglichkeit inkl. Surfbrettverleih liegt genau vor dem Hotel und das Pauschalangebot für Flug und Hotel war unschlagbar. Und wie ihr gleich sehen werdet, ist dieses Hotel eine echte schöne Ruheinsel im Trubel dieses Halligalli-Ortes. Die Aussenansicht.

Der Poolbereich.

Der kleine öffentliche Steinpool am Meer.

Als wir ankamen fragte man uns, ob es uns etwas ausmachen würde zu warten. Als wir dies verneinten und geduldig ausharrten, bekamen wir nach 3/4 Stunden ein Gratis-Upgrade auf eine Junior-Suite mit Meerblick. Klasse! Das ganze Schickimicki brauchen wir eigentlich gar nicht, aber toll fand ich die grosse schöne eigene Terrasse mit Liegestühlen.

Und natürlich die fantastische Aussicht von unserer Terrasse!

Auch sonst gab es bei diesem Hotel nichts zu meckern. Absolut freundliches Personal (auch dann noch als Michael mit seinem Surfbrett tropfnass durch die schicke Lobby spaziert😆) und leckeres Essen. Und man legt trotz Grossbetrieb wert auf stylistische Kleinigkeiten

und findet (zumindest ausserhalb der Hauptreisezeit) immer wieder eine schöne ruhige Ecke.

Teneriffa November 2013

Nach einem eher schwierigen Jahr machen wir im November eine Woche Erholungsurlaub auf Teneriffa, einer weiteren Kanarischen Insel im Atlantik. Wir haben uns ein hübsches Hotel ausgesucht

und obwohl Baden, relaxen und Sonne tanken im Zentrum stehen, besichtigen wir natürlich trotzdem den imposanten Vulkan Teide

und erwandern dessen Caldera.

Wir fahren über etliche enge Kurven ins pittoreske Masca-Tal

und besuchen die Nordküste mit dem berühmten Drachenbaum.

Und was wäre ein Badeurlaub ohne einen Sprung ins kühlende Nass an der wunderschönen Playa Teresitas nahe Santa Cruz…

Da ich keinen Reisebericht geschrieben habe, gibt es hierzu einfach ein paar Bilder zum Geniessen, viel Spass!

24. Juni 2013 Kalalau Trail

Heute klingelt der Wecker früh, wir wollen an den North Shore, ein weiteres Highlight wartet auf uns! Auf der Fahrt sieht es zwischendurch nach üblem Wetter aus. Ob wir unsere geplante Wanderung wohl machen können? Nach dem schicken Princeville folgen etliche schmale Brücken und bei immer noch dichtem Regen fahren wir durch Hanalei. Schliesslich erreichen wir das Ende der Strasse an der Ke’e Beach und finden jetzt um 8 Uhr sogar noch locker einen Parkplatz. Wir cremen uns mal doch vorsorglich mit Sonnencreme ein, packen viel Wasser in die Rucksäcke und schnüren unsere Wanderschuhe. Bereits zu Beginn geht es zügig bergan über grössere Steine hinweg.

Das Wetter ist zum Glück besser als erwartet. Schon bald geniesst man einen schönen Blick zurück auf die Ke’e Beach.

Immer etwas auf und ab folgt der Weg der Klippe entlang. Die Aussichten sind fantastisch!

Es ist aber auch schwülheiss und wir trinken sehr viel. Wir kommen nur langsam vorwärts, da ich nicht fit bin und die Hitze mir zusetzt, aber wir nehmen uns die Zeit. Sonne und Wolken wechseln sich ab. Auch Erinnerungsfotos werden noch geschossen (auch wenn ich sicher auch schon fitter aussah…😋).

Der Blick auf die zerklüftete Na Pali Coast ist aber die Anstrengung wert!

Um zur Hanakapiai Beach zu gelangen führt der Weg nochmals wunderschön eine Schlucht hinunter

wir queren einen kleinen Bach, dann geht es wieder etwas hinauf, bevor der sehr rutschige und schlammige Schlussabstieg zur Beach bevorsteht. Spätestens hier bekunden einige Mitwanderer in Flipflops oder Turnschuhen einige Mühe, eine Familie beschliesst gar (wahrscheinlich zu Recht!) abzubrechen und umzukehren.

Noch bevor wir zur Beach gelangen weisst dieses Holzschild eindrücklich auf die Gefahren hin. In den starken Strömungen hier sind schon viele Menschen ertrunken. Wieviel kann man an den Strichen im Holz abzählen…

Nur wenige Monate vor unserem Besuch starb eine Frau beim Überqueren dieses Baches während eines Flashfloods.

Diesen muss man überqueren um zur Beach zu gelangen. Heute ist er zum Glück ganz harmlos. Nahe der Mündung können wir von Stein zu Stein hüpfend (fast) trockenen Fusses hinübergelangen. Die Beach ist sehr schön, auch innerhalb der Beach fliesst Wasser.

Hier leben auch ein paar Katzen, die sich wohl von den mitgebrachten Leckereien der Touristen ernähren…😆

Leider beginnt es jetzt eben wieder zu regnen und wir verziehen uns fürs Picknick in eine der Höhlen an den Seiten der Bucht.

Man könnte von hier aus auch noch weiter zu einem Wasserfall laufen, aber in Anbetracht meiner momentan bescheidenen Kräfte und den noch bescheiderenen Wetteraussichten, wenn man Richtung Landesinnere blickt,

entscheiden wir uns dagegen und machen uns dann, nach nochmaligem Bewundern der Wellenbrecher hier, auf den ebenso schönen und rutschigen Rückweg.

Mit schlammbespritzten Schuhen und Hosen bis zum Knie, ein paar Mückenstichen mehr und ziemlich ausgepumpt erreichen wir das Trailende. Aber wir sind überglücklich, diese tolle Wanderung allen Widrigkeiten zum Trotz, gemacht zu haben. Ein wahrhaft krönender Abschluss unseres Kauai-Aufenthaltes!

22. Juni 2013 Helikopterflug Doors Off – Na Pali Coast

Heute ist unser Helikopter-Flugtag! Wir hatten den Flug vor 5 Tagen gleich vor Ort bei Inter-Island Helicopter (Update 2014: Diese Firma gibt es nicht mehr!) gebucht. Nur für heute war noch ein 10 Uhr-Flug zu haben, die beste Zeit um in den Canyon zu fliegen. Leider zeigen sich ausgerechnet heute viele Wolken Richtung Waimea Canyon, wir hoffen das Beste! Wir ziehen lange Hosen, feste Schuhe und eine Regenjacke an, denn da oben und mit dem Fahrtwind kann es recht kühl werden. Da keine Kamerataschen mitgenommen werden können, muss alles im Vornherein installiert werden (voller Akku, leere Speicherkarte). Lange Haare werden zusammengebunden. Wir sind pünktlich am Port Allen Airport, müssen uns ausweisen, auf eine Waage stehen und bezahlen. Da noch eine dritte Person mitfliegt kostet der Spass 249$ pro Person plus Taxes. Nicht ganz günstig, aber jeden Rappen wert! Bevor wir losfliegen können, ist noch das gucken des Safety Videos Pflicht. Jetzt werde ich das erste (und zum Glück auch einzige😊) Mal etwas nervös, da man mir eine Notwasserung etwas zu bildhaft vor Augen führt… Danach geht es ruckzuck los. Auf dem Hangar wartet unser Helikopter auf uns, huch wirkt der klein!😥

Wir werden vom Instruktor zu unseren Plätzen (hinten links und rechts) begleitet, angegurtet und mit Kopfhörer ausgestattet, damit wir unseren Pilot Robin, welcher vor mir sitzt, hören können. Wollen wir unserem Piloten etwas sagen, müssen wir neben unserem Sitz auf ein Knöpfchen drücken. Dann geht es los, wir heben ab! Schon ein komisches Gefühl so ohne Türen!

Zum Fotografieren ist dies aber ideal, da es keine lästigen Spiegelungen gibt. Und das Feeling, so in der Luft zu sein, ist natürlich unbeschreiblich! Robin sagt, wegen dem Wetter könne es etwas bumpy werden und tatsächlich spüren wir in so einem kleinen Hubschrauber jeden Windstoss. Über viele Felder hinweg fliegen wir zuerst in den Waimea Canyon. Hier ist das Wetter leider wirklich nicht so gut. Trotzdem natürlich sehr beeindruckend, wenn man so darüberfliegt.

So zweigt Robin recht bald ab Richtung Na Pali Coast. Linkerhand sehen wir schön den langgezogenen Polihale State Park.

Dann fliegen wir über dem Meer der wunderschönen Na Pali Coast entlang. Hier klart es ein bisschen auf, Sonnenschein und Wolken lösen sich ab.

Die Felsen und Buchten sind einfach wunder-wunderschön, auch wenn bei diesem Wetter natürlich keiner super Fotos gelingen.

Wir fliegen durch enge Täler mit schroffen Felsen links und rechts.

Dann sehen wir den Teil des Kalalau Trails, den wir in den nächsten Tagen noch erwandern werden (bzw. links die Schneise, welche der Weg in den Abhang zieht) und die kleine Hanakapiai Beach, welche dabei erreicht werden kann.

Hier mittlerweile meine Lieblings-Schnorchelbeach der Insel, die Ke’e Beach, wo auch der Trail beginnt.

Ganz kurz zeigt sich die Sonne, wow! Besonders beeindruckend fand ich den Blick auf das gewaltige Korallenriff vor Tunnels Beach, welches man anscheinend sogar vom Weltraum aus sieht!

Dann fliegen wir wieder landeinwärts und wir sind in der Nähe des regenreichsten Punktes der Erde. In diesem sehr engen Tal regnet es eigentlich fast immer. Mir stockt beim spektakulären Hineinflug und beim Blick auf die nahen schroffen Felsen fast der Atem.

Und wenn es schon so schüttet (meine Kamera ist ziemlich nass geworden, wir selbst jedoch erstaunlich wenig), dann gibt es zumindest etwas zur Genüge zu sehen: gewaltige Wasserfälle!

Dann geht es leider auch schon wieder zurück an die Südküste Kauais.

Wir landen sicher wieder im Port Allen Airport. Auch wenn der Flug wetter- und somit auch fototechnisch nicht überragend war, das Erlebnis eines Door-off-Fluges über so spektakuläre Landschaft ist unbezahlbar und das glückliche Grinsen auf unseren Gesichtern dementsprechend😆!

Juni 2013 Maha’ulepu Coastal Trail

Einen Teil einer anderen hübschen Wanderung sind wir an einem späten Nachmittag gelaufen. Der Maha’ulepu Coastal Trailhead befindet sich an der Südküste an der Shipwreck Beach beim Hyatt.

Ganz links des Strandes beginnt der Weg. Flipflops wären hier eine schlechte Wahl, gute Schuhe sind von Vorteil. Wir erklimmen die Klippe.

Michael wagt sich etwas weit raus auf den Felsen. Die Wellen krachen gewaltig gegen die Klippe und die Gischt spritzt in die Höhe…Nicht nachmachen…😆

Die Streckenführung ist manchmal etwas abenteuerlich und leider schieben sich oft Wolken vor die Sonne.

Zeigt sich dann aber die Sonne ist das Panorama zauberhaft.

Bizarre Gesteinsformationen säumen den Weg.

Die Pinnacles sind sehr sehenswert.

Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen auch diesen Trail nicht allzu weit gehen und wir müssen trotz absolut toller Küstenszenerie schon bald wieder umkehren.

Eine absolut lohnenswerter windiger Trail, der sicher auch in seinem weiteren Verlauf noch sehr interessant sein dürfte!