Reise-Gedanken

„Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.“

Seit Jahren sind wir bekennende Weltenbummler, reisesüchtig im Sinne der Anklage. Wo andere lieber teure Kleider oder Schuhe kaufen, rauchen, sich ein Häusle bauen oder sonst ein teures Hobby pflegen, legen wir unser Geld für das auf die Seite, was wir am Liebsten tun: Reisen! Ganz nach dem Motto: Collect moments, not things! So haben uns unsere Reisen schon in die verschiedensten Winkel dieser Erde geführt. Da ich auf Reisen Tagebuch schreibe und auch sehr gerne fotografiere, liegt es nahe auch etwas daraus zu machen. Bereits früher habe ich unsere Reisen (etwas handgestrickter, denn damals steckte das Blogen noch in den Kinderschuhen) auf dieser Reisewebsite www.c98.ch/reisen veröffentlicht. Das Blogen habe ich dann auf unserer Weltreise entdeckt, unsere Erlebnisse findet ihr in diesem Blog: www.sunandflipflops.wordpress.com . Und weil dies so Spass gemacht habt, kommt ihr nun nach und nach in den Genuss unserer Reiseberichte ab 2012 in Blogform. Uns ist es eine schöne Erinnerung und dem einen oder anderen Leser vielleicht eine Planungshilfe oder ganz einfach ein „Fernweh-Zückerchen“! Viel Spass!img_62161272667484.jpg

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19. Juni 2013 Canyon Trail – Waimea Canyon

Heute Morgen scheint der Waimea Canyon wolkenlos. Super, denn wir möchten so gerne noch etwas Wandern. Im Waimea Canyon zweigt kurz nach dem Milemarker 14 rechts die Halemanu Dirt Road ab. Es sind schon viele Wanderer unterwegs, aber wir scheinen die einzigen zu sein, welche die Dirt Road fahren. Nach nicht mal einem Kilometer stellen wir unseren Jeep Wrangler bei der Kreuzung in einer Parkbucht ab.

Das letzte Teilstück bis zum Schild laufen wir dann lieber. Wir entscheiden uns für den Canyon Trail und der Weg führt zuerst bergab. Gute Schuhe sind empfehlenswert, denn oft ist der rote Sand etwas rutschig und manchmal ist es ziemlich steil. Schliesslich gelangen wir raus auf den Cliff und die Aussicht ist echt toll!

An der gegenüberliegende Felswand befinden sich die Lookouts.

Und in der Ferne sieht man sogar das Meer. Über unsere Köpfe fliegen immer wieder knatternde Helikopter weiter in den Canyon hinein.

Bis ganz vorne an die Klippe geht es über ein paar in den Sand vergrabene Holzbalken nochmals steil hinunter.

Biegt man links ins Gebüsch ab, hört man bereits den Waipi’o Fall plätschern. Hier wird die Wegführung etwas unübersichtlich. Wir klettern einfach mal über ein paar Steine bis wir den kleinen Teich unter dem Mini-Wasserfall erreichen.

Wir überlegen ob wir den Trail noch etwas weiterlaufen sollen, aber ich fühle mich nicht so gut und so beschliessen wir, wieder zur Cliff zurückzukehren und einfach noch ein bisschen die Aussicht zu geniessen. Eine Familie nimmt mittlerweile lautstark den Wasserfall in Beschlag😉. Einfach wunderschön und sehr fotogen: Dieser rötliche Sand vor der markanten Felskulisse des Waimea Canyons!

Nun ziehen auch ein paar Wolken auf und so machen wir uns auf den Rückweg. Ein absolutes Wetterglück hatten wir heute! Auf dem kurzen Teilstück zurück hinauf auf die geteerte Strasse muss Michael auf der letzten Steigung dann kurz den 4WD zuschalten. Eine tolle Wanderung, die wir sicher ein anderes Mal bei besserem Allgemeinzustand noch zu Ende laufen werden!

Juni 2013 Kilauea Lighthouse und ‚Anini Beach

Nun geht’s weiter nordwärts. In der Nähe von Anahola gibt es einen Felsen, der aussieht wie die Silhouette von „King Kong“.😊

Dann erreichen wir Kilauea mit seinem berühmten Lighthouse. Wir begnügen uns damit den Leuchtturm vom Lookout aus zu bewundern. Vogelliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten, ist das hier doch auch ein National Wildlife Refuge und eine Menge Seevögel bevölkern die Klippen.

In der Kilauea Bakery verpflegen wir uns noch kurz und bestaunen diese momentan knallrot blühenden Flammenbäume. Hach, diese Farbenpracht!

Schliesslich geht es nur noch ein kleines Stück Richtung Norden und wir erreichen die ‚Anini Beach.

Bereits die Zufahrt führt wunderschön dem Strand entlang. Hier packen wir unser Schnorchel-Equipment aus und stürzen uns ins Wasser. Leider sind die Korallen in der Nähe des Ufers abgestorben und man muss relativ weit rausschnorcheln um Fische zu finden. Wir verbringen gemütliche zwei Stunden hier bevor wir uns auf den Rückweg machen. Zu dieser Villa auf dem Hügel oberhalb des Strandes würde ich jetzt auch nicht nein sagen…😆😉

Zu gerne hätten wir heute noch mehr vom Northshore gesehen, aber der Rückweg nach Poipu am Southshore (inkl. Stau in Kapa’a!) ist weit. Das nächste Mal (und das wird es sicher geben!😊) werden wir definitiv zentraler wohnen.

Juni 2013 Wasserfälle Ostküste Kauai

Heute möchte ich euch ein paar Naturschönheiten an der Ostküste Kauais zeigen. Zuerst steuern wir die Wailua Falls an. Wir folgen einer schmalen Strasse bis zu den Wasserfällen.

Da auch kleinere Tourbusse diese Strasse befahren können, hat es viele Touristen. Die Fälle liegen aber jetzt am Morgen schön in der Sonne und besondere weisse Vögel mit gespreizten Rückenfedern flattern um uns herum. Danach geht es gleich weiter zu den Opaka’a Falls.

Diese finde ich jetzt an und für sich nicht sooo spektakulär, aaaber… von gleich gegenüber auf der anderen Strassenseite hat man einen wunderschönen Blick auf den Wailua River.

Irgendeinmal werden wir auf diesem herrlichen Fluss einen Kajaktrip machen… Wir wollen heute aber noch etwas weiter nördlich kommen und erreichen mit unserem, in Lihue frisch umgetauschten roten Jeep Wrangler,

(das ABS hatte von Beginn weg verrückt gespielt) , nun die schöne wilde Kealia Beach.

Wir gucken etwas den Surfern zu und machen etwas Südsee-Fotoshooting…😆😉

Juni 2013 Lookouts im Waimea Canyon

Ist der Blick von Poipu aus Richtung Waimea Canyon wolkenfrei, heisst es : Nichts wie los! Je früher man unterwegs sein kann, desto besser. Ab Mittag ziehen im Canyon nämlich oft dichte Wolken auf. Wir fotografieren nur kurz den Mini-Wasserfall nahe dem toll zu fahrenden Waimea Canyon Drive (das Foto von 2016 ist besser, gucke hier), dann geht’s gleich bis ganz rauf zum Pu’u O Kila Lookout. Der Weg zieht sich ziemlich und unterwegs nieselt es ab und zu. Tja, das sah von unten noch besser aus🤔… Als wir ankommen stehen wir erstmal im Nebel.

Aber wir befinden uns ja auch in der Nähe des regenreichsten Punkt der Erde…😊 Wir bleiben optimistisch und starren angestrengt ins weisse Nichts und tatsächlich… nach ca. 10 Minuten sieht man zuerst schemenhaft ein paar Klippen durch den Nebel blinzeln

und dann klart es immer wie mehr auf! Was sich dann vor unseren Füssen offenbart, ist ein Ausblick der einem die Sprache verschlägt!

Das Panorama hinunter in das Kalalau Valley und auf die Na Pali Coast ist wohl etwas vom Schönsten was wir je gesehen haben!

Wir laufen noch ein paar Meter dem Piha Trail (also der Klippe) entlang, da der Weg recht trocken und gut zu gehen ist.

Auch von unterwegs hat man immer wieder wunderschöne Ausblicke in das nun wolkenlose Tal. Einfach herrlich! Die üppige Vegetation liefert eine würdigen Rahmen.

Als es nach einer halben Stunde dann langsam wieder zuzieht (wir haben richtig Glück gehabt!), laufen wir wieder zurück, denn der Weg wird bei Nässe zur Rutschpartie. Auch den unteren Aussichtspunkt, den Kalalau Viewpoint, nehmen wir noch mit.

Wir halten bei der Kokee Lodge, welche schön auf einer grossen Campingwiese gelegen ist, mit unzähligen freilaufenden Hühnern,

und verspeisen ganz passend Chicken Wings😆 und geniessen einen Lilikoi Ice Tea, bevor wir den Pu’u Hinahina Lookout ansteuern. Da es nun bereits schon sehr diesig war, sind die Fotos vom übernächsten Tag als wir, vor unserer Wanderung (Bericht folgt) früher am Morgen beim Waimea Canyon Lookout sind.

Dafür hat man am Morgen leider Gegenlicht. Der Waimea Canyon wird auch „der Grand Canyon des Pazifiks“ genannt. Wir haben das Original in Arizona auch gesehen und finden, betreffend Schönheit kann der Waimea Canyon absolut mithalten😊!

Juni 2013 Rund um Poipu

Bevor ich euch zu einigen Topspots von Kauai mitnehme, hier ein paar Tipps für rund um Poipu. Gefrühstückt haben wir oft gut (und zudem schön gelegen😊) im „Joe’s on the green“ (Update 2018: leider mittlerweile geschlossen!) beim Golfplatz von Poipu.

Von hier aus kann man Morgens super das Wetter Richtung Waimea Canyon checken😆…

Nahe Poipu gibt es das Blowhole namens „Spouting horn“ zu bewundern.

Alle paar Minuten wird das Wasser durch eine kleine Öffnung gepresst und das Wasser spritzt meterhoch in die Luft. Man hört es richtig „fauchen“…☺ Fast noch schöner finde ich jedoch die wilde Küstenszenerie vor Ort.

Tipp: Die Augen offen halten, denn hier kann man oft Schildkröten im Wasser entdecken.

Auf dem Weg nach Poipu (Highway 520, Maluhia Road) bilden Eukalyptus-Bäume einen „Tree Tunnel“. Ist das Wetter trüb, wird es durch die dichten Bäume so dunkel, dass man sogar das Licht einschalten muss…😎

Und noch drei Restaurant-Empfehlungen: Im „Living Foods Market“ nahe Poipu bekommt man eine grosse Auswahl an relativ gesundem Essen auch to go. Im „Plantation Gardens“ kann man sehr guten (aber auch sehr teuren😋) Fisch in gehobenem Ambiente geniessen. Für mich gibt es den einheimischen Monchong an einer Red Curry Sauce und, obwohl ich in Sachen Fisch sehr heikel bin, finde ich ihn lecker.

Und in Kalaheo (ca. 15 Minuten Fahrt ab Poipu) kann man im „Brick Oven Pizza“ richtig gute (jedoch amerikanische😉) Pizzen kriegen.

Juni 2013 Poipu-Beach

Wir wohnen ja gleich neben der Poipu Beach an der Kiahuna Beach. Darum hier ein paar Impressionen von den beiden Stränden. Die Poipu Beach bildet zwei in der Regel recht ruhige Becken, darum kann man darin wunderbar schnorcheln.

Man sollte aber wenn möglich die Morgenstunden nutzen, da es dann noch weniger Leute hat und das Wasser klarer ist. Leider werden die Fische auch angefüttert. Gerne kommen hier auch Monk Seals an den Strand um ein Nickerchen zu machen.

Es wird dann ein Bereich um die Tiere abgesperrt, da es leider immer wieder Touristen gibt, die den Tieren zu nahe kommen würden. Bei mir übernimmt das der Zoom der Kamera…😊

Es gibt an der Poipu Beach ein gutes (aber auch beliebtes!) Restaurant namens „Brennecke’s Beach Broilers“. Michael schwärmt immer noch von den Pulled Pork Burger.😆 Von dort aus spaziert man dann ca. 5-10 Minuten dem Strand entlang zurück zur hübschen aber schmalen Kiahuna Beach, wo die Wellen jetzt im Sommer oft eher zum Surfen als zum Baden einladen.

Und am Abend kann man von hier aus einen schönen Sonnenuntergang geniessen.

16.-26. Juni 2013 Kiahuna Plantation Resort – Poipu

Ich möchte euch unsere Unterkunft auf Kauai vorstellen: Das Kiahuna Plantation Resort in Poipu, an der Südküste Kauais. Eigentlich über unserer üblichen Preisklasse, aber da wir nachher auf Oahu günstig bei unseren Freunden Josh und Arlene unterkommen können, leisten wir uns das.

Wir haben die günstigste Kategorie gebucht und wohnen im Building 41 noch etwas östlich der East Entrance nahe der Strasse und darin im Zimmer 433 in obersten Stock in der Mitte. Die kleine Wohnung ist hübsch, sauber und hat eine grosse Lanai (hawaiianisch für Balkon) mit Blick ins Grüne. Zudem haben wir ein grosses Wohnzimmer mit vollausgestatteter Kochnische und grossem Kühlschrank. Eigentlich brauchen wir ja gar nicht soviel Platz, da wir ja sowieso meist draussen und unterwegs sind. Die Anlage ist aber wunderschön und gepflegt.

Wir laufen von unserem Building aus gut und gerne nochmals 5 Minuten durch die Anlage bis wir am Strand sind.

Aber die Lage ist natürlich toll. Michael hat die Surfbeach direkt vor dem Hotel.

Und, was meine bessere Hälfte ebenfalls ins Schwärmen versetzt: Es hat Gasgrills zu freien Verfügung.😆

Einen Pool haben wir nicht gefunden (aber wer braucht den schon, wenn man das Meer gleich vor der Hütte hat…). Badetücher und Klappstühle kann man gratis ausleihen.

Shopping- und Verpflegungsmöglichkeiten hat es gleich gegenüber auf der anderen Seite der Strasse. Einen Surfshop etwas weiter entfernt an der Poipu Beach. Wir sind mit unserer Unterkunftswahl sehr zufrieden. Einzig der laange Anfahrtsweg zum wunderschönen Northshore Kauais ist ein Nachteil und daher werden wir wohl nächstes Mal entweder 2 Übernachtungsorte wählen (Northshore und Southshore) oder irgendwo dazwischen z.B. in Kapa’a unser Lager aufschlagen.