Reise-Gedanken

„Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.“

Seit Jahren sind wir bekennende Weltenbummler, reisesüchtig im Sinne der Anklage. Wo andere lieber teure Kleider oder Schuhe kaufen, rauchen, sich ein Häusle bauen oder sonst ein teures Hobby pflegen, legen wir unser Geld für das auf die Seite, was wir am Liebsten tun: Reisen! Ganz nach dem Motto: Collect moments, not things! So haben uns unsere Reisen schon in die verschiedensten Winkel dieser Erde geführt. Da ich auf Reisen Tagebuch schreibe und auch sehr gerne fotografiere, liegt es nahe auch etwas daraus zu machen. Bereits früher habe ich unsere Reisen (etwas handgestrickter, denn damals steckte das Blogen noch in den Kinderschuhen) auf dieser Reisewebsite www.c98.ch/reisen veröffentlicht. Das Blogen habe ich dann auf unserer Weltreise entdeckt, unsere Erlebnisse findet ihr in diesem Blog: www.sunandflipflops.wordpress.com . Und weil dies so Spass gemacht habt, kommt ihr nun nach und nach in den Genuss unserer Reiseberichte ab 2012 in Blogform. Uns ist es eine schöne Erinnerung und dem einen oder anderen Leser vielleicht eine Planungshilfe oder ganz einfach ein „Fernweh-Zückerchen“! Viel Spass!img_62161272667484.jpg

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26.10.2014 Tafelberg Kapstadt

Das Taxi bringt uns in nur fünf Minuten vom Guesthouse zur Talstation der Table Mountain Railway. Die 70 Rand waren wohl für diese kurze Fahrt etwas zuviel und wir nehmen uns vor, das nächste Mal den Taximeter wieder im Blick zu behalten oder den Preis vor Abfahrt zu verhandeln. Huch, hat das viele Leute hier! Kein Wunder, die letzten Tage lief die Bahn ja nicht. Wir müssen im Ganzen ca. 3/4 h für Ticket und Bahn anstehen, heute Morgen wartete man anscheinend sogar doppelt so lange. Man hat bereits von der Talstation aus einen weiten Blick auf Kapstadt.

Ein Ticket retour kostet 225 Rand. Dann fahren wir mit der Gondel, die sich während der Fahrt einmal rundherum dreht (bewährte Schweizer Technik😋) die 700 Meter hinauf zum Gipfel.

Oben angelangt geniessen wir erstmal den Weitblick. Die Aussicht auf die Camps Bay ist traumhaft, es ist wolkenlos.

Gleich bei der Bergstation hat es sehr viele Leute und so laufen wir den Dassie-Walk. Leider sehen wir aber keine Klippschliefer: Falsche Tageszeit, zuviele Leute? Nur eine hübsche Echse lässt sich blicken. Und lästige kleine Fliegen hat es hier überall.

Der Blick auf Robben Island, die berühmte Gefängnis-Insel, wo auch Nelson Mandela viele Jahre inhaftiert war.

Das markante futuristisch anmutende Fussballstadion, für die Fifa-WM 2010 neu erbaut.

Der Tafelberg beheimatet eine einmalige Fynbos-Vegetation und so sind schöne Blumen zu entdecken.

Wir laufen dann immer weiter gen Osten (hier sind jetzt gute Schuhe empfehlenswert), bis wir dann auch Hout Bay und die False Bay sehen können.

Der Blick Richtung Kap der Guten Hoffnung.

Bevor wir dann wieder hinunterfahren, gönnen wir uns noch ein Savanna Dry und ein Castle Beer im Restaurant auf dem Gipfel und geniessen die herrliche Aussicht auf den Lion’s Head im Abendlicht.

Wir müssen auch für die Talfahrt nochmals ziemlich lange anstehen, dafür erwischen wir dann unten gleich ein Taxi (immer auf neuere Wagen mit fixem Taxischild achten!). Diesem müssen wir dann zwar den Weg zum Guesthouse zeigen (hier hat noch lange nicht jeder ein GPS!), aber dafür hat dieser Taxifahrer uns nun den richtigen Preis verrechnet. Zurück im Guesthouse erhalten wir Kaffee und Roibusch-Tee offeriert und nach einer Dusche (in der Badewanne ohne Duschvorhang😄) laufen wir los zum Abendessen. Laut Roland ist die Gegend hier bis und mit der von uns angepeilten „Fressmeile“ Kloof Street auch Abends und im Dunkeln sicher, aber wir nehmen trotzdem nur etwas Bargeld mit und lassen die restlichen Wertsachen und die Kamera im Guesthouse. Der Weg dorthin ist zum Glück ganz simpel zu finden und in rund 15 Minuten ist man da. Wir befolgen den Tipp von Roland und essen im Arnolds im Freien. Sowohl Michaels Gemsbok Wellington wie auch meine Basil Pesto Pasta sind lecker und auch der Preis hält sich echt im Rahmen. Ein gelungener Ausklang dieses ersten Urlaubtages! Wir sind nun hundemüde und froh, dass wir nicht mehr weit (wenn auch jetzt hügelauf) bis zurück zu unserem Guesthouse haben. Obwohl erst 21 Uhr ist ruft uns das Kopfkissen, denn morgen wollen wir Kapstadt erkunden! Good Night Cape Town, see you tomorrow!

25.-26.10.2014 Anreise nach Kapstadt

Endlich wieder Afrika! Nach Namibia 2009 möchten wir nun einen Teil des südlichen Nachbarlandes erkunden und sind mächtig gespannt! Neben dem Flug und dem Mietwagen haben wir uns dann doch ca. einen Monat vor Abreise entschieden, auch die meisten Unterkünfte im voraus übers Internet zu buchen, denn gerade im Addo Elephant Nationalpark kriegten wir z.B. bereits keine zwei Nächte in der gleichen Unterkunft mehr und das trotz Vorsaison. Nachdem unser kleiner geliebter Panther zuhause eine Woche vor Abreise noch wegen einer Bauchspeicheldrüsen-Entzündung beim Tierarzt am Tropf hing und unsere Ferien deswegen auf der Kippe standen, waren wir umso erleichtert, als es dann doch pünktlich losgehen kann! Wir haben einen Nachtflug mit Emirates über Dubai gebucht.

Der Service der Airline mit den Stewardessen mit den hübschesten Hütchen😆 ist wie immer tadellos, nur können 4 Stunden Aufenthalt in Dubai, wenn man müde ist, ganz schön lange dauern. Um 11.30 Uhr am nächsten Morgen erreichen wir Cape Town (Kapstadt). Nach der Immigration (einzige Frage nach Blick in unseren Schweizer Pass: „Do you know Sepp Blatter?“😅) holen wir unsere Gepäckstücke vom Band und werden draussen in der Halle auch bereits von Roland, dem Besitzer unserer ersten Unterkunft „Jardin d’Ebene“ erwartet. Es gibt hier am Flughafen diverse ATMs und wir können ohne Probleme gleich mal bei der Nedbank ein paar Rands (südafrikanische Währung) ziehen. Auf der Fahrt in unsere Unterkunft im ruhigen Tamboerskloof-Quartier von Kapstadt erzählt uns Roland einiges über seine Auswanderung, die momentane Sicherheitslage und vieles mehr. Als wir eintreten, sind wir von dem sehr kleinen, aber auch sehr hübschen Innenhof des „Jardin d’Ebene“ restlos begeistert!

Sofort stellt man uns den überaus freundlichen und zuvorkommenden Mitarbeiter Christopher vor und wir erhalten ein Willkommensgetränk. Wir beziehen das wunderschöne (vielleicht etwas dunkle) Elephant-Zimmer (gleich erste Türe rechts im EG).

sogar mit Badewanne😊!

Nachdem alles Administrative abgewickelt ist und wir uns eingerichtet haben, hilft uns Roland auch noch unseren Aufenthalt hier zu organisieren. Er empfiehlt uns gleich heute noch auf den Tafelberg zu besuchen. Die letzten beiden Tage war es anscheinend ausserordentlich windig und eine Fahrt auf den Table Mountain nicht möglich. Heute jedoch herrschen super Bedingungen und da das hier sehr schnell wechseln kann, lassen wir uns schon bald von Christopher ein Taxi rufen. Los geht’s auf den berühmten Tafelberg!

Südafrika Okt./Nov. 2014 Kapregion, Garden Route und Kleine Karoo

Wir wollen den nicht existenten Sommer 2014 auf der Südhalbkugel nachholen und fliegen Ende Oktober nach Kapstadt. Wir besichtigen die spannende Stadt per Doppeldecker-Bus und aus schwindelerregender Höhe vom Tafelberg.

erkunden dann die Kaphalbinsel, stürzen uns in eisiges Wasser und besuchen diese süssen kleinen Kerlchen.

Auf der Garden Route beobachten wir Wale

wohnen wunderschön einfach mitten in der Natur

machen Safari

und tauchen ein in wilden Küstenregenwald. Das Meer ist wild

das Wetter hat von Sonne und Regen über Gewitter bis Nebel alles zu bieten. Im Addo Elephant NP begegnen wir Elefanten

und anderen Tieren ohne Ende

und geniessen in Jeffreys Bay ein letztes Mal das Meer, bevor wir dann bei üblem Wetter die 4×4-Strecke durch die Baviaanskloof-Wildnis in die Kleine Karoo fahren.

Hier besuchen wir tolle Tropfsteinhöhlen, imposanten Schluchten

und Wasserfälle,

begegnen neugierigen Straussen

und wohnen in hübschen Cottages mitten in herrlicher Natur.

Mit „Wine&Dine“ im mondänen Stellenbosch beenden wir dann unsere unvergessliche Südafrika-Reise 2014.

Teneriffa 2013 – Masca-Tal, Garachico und Playa de las Teresitas

Eine Reise wert ist sicher auch das Masca-Tal. Alleine die Anfahrt über die unzähligen schmalen Kurven ist bereits recht abenteuerlich und nichts für zartbesaitete Autofahrer.

Das Bergdorf Masca klebt am Steilhang und weist viele Terrassenfelder auf. Wer noch einen Parkplatz erwischen möchte, sollte früh da sein.

Einige Gebäude sind, wie oft hier auf den Kanaren, aus Vulkangestein und weiss getüncht.

Ein spektakulärer Wanderweg würde durch die Masca-Schlucht hinunter ans Meer führen, die Abholung durch ein Boot vor Ort muss aber im Vorfeld organisiert werden, sonst bliebe einem der anstrengende mehrstündige Aufstieg nicht erspart. Mittlerweile ist die Wanderung aufgrund gravierender Sicherheitsmängel jedoch auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Und weiter geht die Entdeckungsreise. Garachico ist ein hübsches Städtchen an der Nordküste.

Im Hafen sind die Lavaklippen befestigt und mit Gehwegen versehen. Dazwischen hätte es Schwimmbecken zum Baden.

Es hat hier am Hafen auch ein Castillo, welches primär zur Verteidigung gegen englische Freibeuter errichtet wurde.

Auch die Innenstadt ist sehr sehenswert.

Auf der Weiterfahrt lohnt sich auch noch ein Stop in Icod de los Vinos beim „Drago Milenario“. Der berühmteste Drachenbaum der Kanaren ist jedoch keine tausende, sondern „nur“ 400 Jahre alt.

Trotzdem, alleine durch seine Grösse ganz schön beeindruckend. Fährt man dann der Westküste entlang zurück in den Süden kann man einen Halt bei den „Los Gigantes“ machen.

Gewaltige Klippen, die steil ins Meer abfallen. Sicher auch beeindruckend von einem Boot aus.

Um an die Nordostküste zu gelangen lohnt es sich den Weg durch das Inselinnere zu wählen und nochmals durch die spektakuläre Landschaft der Cañadas del Teide zu fahren

Viele Science Fiction Filme wie „Planet der Affen“ und „Kampf der Giganten“ wurden bereits hier gedreht.

Auf der Weiterfahrt kommen wir an den „Observatorio del Teide“, einer Sternwarte, vorbei. Mystisch halb im Nebel versunken…

Die Schichtung und die Farben des Gesteins hier ist faszinierend.

Wir erreichen die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Viel haben wir von der Stadt nicht gesehen. Aber dieses Bauwerk, das Auditorio de Tenerife, fanden wir schon mal ganz gelungen.

Und schon bald ist dann die Playa de las Teresitas erreicht, der schönste Strand Teneriffas. Wo wir dann nochmal ausgiebig im warmen Meer baden…

Vulkan Teide – Teneriffa November 2013

Der schlafende Schichtvulkan Teide ist mit 3718m über Meer der höchste Berg Spaniens und laut Wikipedia nach dem Mauna Loa und Mauna Kea auf Hawaii der dritthöchste Inselvulkan der Erde vom Meeresboden aus gemessen.

Er befindet sich in der Mitte der Insel. Bei der Anfahrt müssen somit natürlich einige Höhenmeter überwunden werden, was unser kleiner Mietwagen mit Bravour meistert.

Man kann mit einer Seilbahn auf den Gipfel gondeln. Da oben ist es jedoch ziemlich kalt und wir sehen sogar etwas Schnee.

Wir verzichten darauf ganz hoch zu kraxeln (braucht ein Permit) und geniessen lieber den tollen Ausblick nach unten.

Man kann oben auch noch etwas herumspazieren, aber es ist wirklich ziemlich kalt und Michael kriegt plötzlich Mühe wegen der Höhe.

So geht es dann schon recht bald mit der Gondel wieder hinunter. Das Gebiet ist übrigens ein Nationalpark und gehört seit 2007 zum Unesco Weltnaturerbe.

Da man hier am Fusse des Vulkans bei angenehmen Temperaturen auch schön wandern kann, laufen wir durch ein Gebiet mit vielen Felsnadeln zu dessen imposantestem Exemplar, dem „Roque Chinchado“, der ein tolles Fotomotiv vor der Kulisse des Vulkans abgibt.

Diese Mondlandschaft ist einfach beeindruckend! Und das Wandern macht Spass!

Nach einer Pause im kleinen Restaurant in der Nähe des Parkings machen wir uns auf den Rückweg und bewundern noch einen weiteren Vulkankegel neueren Ursprungs an den Hängen des Teide

und die gewaltige Caldera de las Cañadas.

Hotel „Europe Villa Cortés“ Teneriffa 2013

Unser Hotel liegt im Süden der Insel in Playa de las Américas. Dieser Ort hat überhaupt kein Flair, es ist eine Touristenhochburg ohne eigenen Charakter. Um sowas mache ich sonst eigentlich eher einen Bogen. Aber eine Surfmöglichkeit inkl. Surfbrettverleih liegt genau vor dem Hotel und das Pauschalangebot für Flug und Hotel war unschlagbar. Und wie ihr gleich sehen werdet, ist dieses Hotel eine echte schöne Ruheinsel im Trubel dieses Halligalli-Ortes. Die Aussenansicht.

Der Poolbereich.

Der kleine öffentliche Steinpool am Meer.

Als wir ankamen fragte man uns, ob es uns etwas ausmachen würde zu warten. Als wir dies verneinten und geduldig ausharrten, bekamen wir nach 3/4 Stunden ein Gratis-Upgrade auf eine Junior-Suite mit Meerblick. Klasse! Das ganze Schickimicki brauchen wir eigentlich gar nicht, aber toll fand ich die grosse schöne eigene Terrasse mit Liegestühlen.

Und natürlich die fantastische Aussicht von unserer Terrasse!

Auch sonst gab es bei diesem Hotel nichts zu meckern. Absolut freundliches Personal (auch dann noch als Michael mit seinem Surfbrett tropfnass durch die schicke Lobby spaziert😆) und leckeres Essen. Und man legt trotz Grossbetrieb wert auf stylistische Kleinigkeiten

und findet (zumindest ausserhalb der Hauptreisezeit) immer wieder eine schöne ruhige Ecke.

Teneriffa November 2013

Nach einem eher schwierigen Jahr machen wir im November eine Woche Erholungsurlaub auf Teneriffa, einer weiteren Kanarischen Insel im Atlantik. Wir haben uns ein hübsches Hotel ausgesucht

und obwohl Baden, relaxen und Sonne tanken im Zentrum stehen, besichtigen wir natürlich trotzdem den imposanten Vulkan Teide

und erwandern dessen Caldera.

Wir fahren über etliche enge Kurven ins pittoreske Masca-Tal

und besuchen die Nordküste mit dem berühmten Drachenbaum.

Und was wäre ein Badeurlaub ohne einen Sprung ins kühlende Nass an der wunderschönen Playa Teresitas nahe Santa Cruz…

Da ich keinen Reisebericht geschrieben habe, gibt es hierzu einfach ein paar Bilder zum Geniessen, viel Spass!